NRW: 1,2 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2016

Dienstag, 14. März 2017

NRW: 1,2 Prozent mehr Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2016

Für das Jahr 2016 wurden von Arztpraxen und Krankenhäusern 21 041 Schwangerschaftsabbrüche von Frauen mit Wohnsitz in NRW gemeldet.

Düsseldorf (IT.NRW). Für das Jahr 2016 wurden von Arztpraxen und Krankenhäusern 21 041 Schwangerschaftsabbrüche von Frauen mit Wohnsitz in NRW gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 1,2 Prozent mehr als im Jahr 2015 (damals: 20 783).

Etwa drei Prozent (644) der Frauen, die im vergangenen Jahr einen Abbruch vornehmen ließen, waren minderjährig; 57 Mädchen waren jünger als 15 Jahre. Neun von zehn Frauen (90,0 Prozent) waren zum Zeitpunkt des Abbruchs 18 bis 39 Jahre alt; knapp sieben Prozent waren 40 Jahre oder älter.

Mehr als die Hälfte der Frauen (59,3 Prozent) hatte vor dem Abbruch mindestens ein Kind geboren. Darunter befanden sich 2 778 Frauen mit drei oder vier sowie weitere 386 Frauen mit fünf oder mehr Kindern.

In mehr als einem Drittel (38,8 Prozent) der Fälle erfolgte der Schwangerschaftsabbruch vor der siebten Schwangerschaftswoche; knapp drei Viertel (73,9 Prozent) aller Schwangerschaften wurden vor der neunten und 97,1 Prozent vor der zwölften Woche beendet.

96,5 Prozent der Abbrüche erfolgten im Anschluss an die gesetzlich vorgeschriebene Beratung. In den übrigen Fällen wurden 729 Frauen eine medizinische und vier Frauen eine kriminologische Indikation bescheinigt. Nur aufgrund dieser Ausnahmetatbestände ist ein legaler Abbruch auch nach der vollendeten zwölften Schwangerschaftswoche möglich.

96,8 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden ambulant in Arztpraxen oder Krankenhäusern durchgeführt; 3,2 Prozent der Eingriffe wurden stationär in Krankenhäusern vorgenommen. (IT.NRW)

(061 / 17) Düsseldorf, den 14. März 2017

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