NRW: 2016 gab es 14 Prozent mehr Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen als im Jahr zuvor

Donnerstag, 31. August 2017

NRW: 2016 gab es 14 Prozent mehr Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen als im Jahr zuvor

Im Jahr 2016 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen 643 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder bei deren Beförderung.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen 643 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder bei deren Beförderung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren dies 77 Unfälle bzw. 14 Prozent mehr als im Jahr 2015. Dabei geschahen 164 Unfälle beim Umgang, also z. B. bei Lagerung, Abfüllung, Herstellung oder Verwendung dieser Stoffe (2015: 175 Unfälle), weitere 479 Unfälle ereigneten sich bei deren Beförderung (2015: 391). Die freigesetzte umweltgefährdende Stoffmenge betrug 1 070 Kubikmeter; 2015 waren es noch 2 767 Kubikmeter gewesen.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen in NRW
Jahr Unfälle insgesamt freigesetzte Menge in m3
2008 361 1 885
2009 358 241
2010 452 1 136
2011 289 1 669
2012 332 1 851
2013 469 3 550
2014 540 2 344
2015 566 2 767
2016 643 1 070

Der überwiegende Teil (605 Kubikmeter oder 57 Prozent) der im Jahr 2016 freigesetzten wassergefährdenden Stoffe konnte wiedergewonnen werden und belastete den Wasserhaushalt nicht dauerhaft. 465 Kubikmeter oder 43 Prozent konnte nicht wiedergewonnen werden, so dass das Material einer anschließenden Nutzung oder Verwendung nicht zur Verfügung stand oder einer geordneten Entsorgung zugeführt werden konnte. Wie die Statistiker weiter mitteilen, waren die Hauptunfallursachen in 251 Fällen Fehlverhalten oder menschliches Versagen. In 179 Fällen lagen Materialfehler vor und 213 Unfälle hatten sonstige (z. B. höhere Gewalt) oder ungeklärte Ursachen. (IT.NRW)

(241 / 17) Düsseldorf, den 31. August 2017

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