NRW: 2040 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im März

Freitag, 15. Mai 2020

NRW: 2040 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens im März

Im März 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 040 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Düsseldorf (IT.NRW). Im März 2020 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 040 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 8,1 Prozent weniger als im März 2019 (damals: 2 221 Verfahren). 420 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Von diesen Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung mehr als 7 000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen. Ferner beantragten 1 280 Verbraucher (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmensinsolvenzen Verbraucherinsolvenzen
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; **) vorläufige Ergebnisse
März 2019 2 221 −7,2 % 482 1 375
April 2019 2 247 +0,9 % 516 1 389
Mai 2019 2 284 +3,8 % 443 1 510
Juni 2019 2 008 −14,8 % 397 1 274
Juli 2019 2 276 −7,8 % 471 1 396
August 2019 2 075 −8,8 % 450 1 285
September 2019 2 022 +0,5 % 408 1 301
Oktober 2019 2 279 −5,9 % 500 1 381
November 2019 1 845 −14,5 % 376 1 136
Dezember 2019 1 428 −26,0 % 335 822
Januar 2020 2 271 −8,4 % 489 1 409
Februar 2020 1 914 −5,9 % 414 1 178
März 2020**) 2 040 −8,1 % 420 1 280

Der Shutdown im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie spiegelte sich im März 2020 nicht in einem Anstieg der beantragten Insolvenzverfahren wieder. Das liegt u. a. daran, dass die Insolvenzen grundsätzlich aufgrund der regulären Bearbeitungszeit bei den zuständigen Insolvenzgerichten ein sogenannter nachlaufender Konjunkturindikator sind. Weitere Ursachen sind laut den Statistikern zurzeit die vorübergehende Aussetzung der Insolvenzantragspflicht (bis vorerst zum 30. September 2020), die besonderen staatlichen Finanzhilfen für Unternehmen sowie der teilweise eingeschränkte Betrieb der Insolvenzgerichte und/oder Schuldnerberatungsstellen. (IT.NRW)

(119 / 20) Düsseldorf, den 15. Mai 2020

Hinweis: Regionalergebnisse stehen in etwa drei Wochen zur Verfügung

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