NRW: 2,2 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2018

Freitag, 15. März 2019

NRW: 2,2 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2018

Im Jahr 2018 haben 21 378 Frauen mit Wohnsitz in NRW eine Schwangerschaft abgebrochen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 haben 21 378 Frauen mit Wohnsitz in NRW eine Schwangerschaft abgebrochen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 491 Fälle bzw. 2,2 Prozent weniger als 2017 (damals 21 869). Im Jahr 2017 war die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche noch um 3,9 Prozent höher als im Jahr zuvor (2016: 21 041) gewesen.

625 Frauen (2,9 Prozent), die einen Abbruch vornehmen ließen, waren minderjährig, 57 Mädchen waren jünger als 15 Jahre. Etwa neun von zehn Frauen (90,2 Prozent) waren zum Zeitpunkt des Abbruchs 18 bis 39 Jahre alt; die übrigen 6,9 Prozent waren 40 Jahre oder älter.

Mehr als die Hälfte der Frauen (59,0 Prozent) hatte vor dem Abbruch bereits mindestens ein Kind geboren. Darunter gab es 2 850 Frauen mit drei oder vier und weitere 452 Frauen mit fünf oder mehr Kindern.

In zwei Fünftel der Fälle (39,3 Prozent) erfolgte der Schwangerschaftsabbruch vor der siebten Schwangerschaftswoche; mehr als drei Viertel (75,3 Prozent) aller Schwangerschaften wurden vor der neunten und 96,9 Prozent vor der zwölften Woche abgebrochen.

95,8 Prozent der Abbrüche erfolgten im Anschluss an die gesetzlich vorgeschriebene Beratung. Indikationen aus medizinischen Gründen und aufgrund von Sexualdelikten waren in 4,2 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. Nur aufgrund dieser Ausnahmetatbestände ist ein legaler Abbruch auch nach der vollendeten zwölften Schwangerschaftswoche möglich.

96,5 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden ambulant in Arztpraxen und Krankenhäusern durchgeführt; 3,5 Prozent der Eingriffe wurden stationär in Krankenhäusern vorgenommen. (IT.NRW)

(055 / 19) Düsseldorf, den 15. März 2019

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