NRW: 28,7 Prozent aller erwerbstätigen Mütter arbeiteten 2021 im Homeoffice

Donnerstag, 5. Mai 2022

NRW: 28,7 Prozent aller erwerbstätigen Mütter arbeiteten 2021 im Homeoffice

Knapp ein Viertel (24,9 Prozent) aller Erwerbstätigen in Nordrhein-Westfalen arbeitete 2021 von zu Hause aus, 2019 waren es noch 11,6 Prozent gewesen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2021 arbeiteten in NRW 28,7 Prozent der insgesamt 1,1 Millionen erwerbstätigen Mütter mit minderjährigen Kindern zumindest zeitweise von zu Hause aus. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Muttertags am 8. Mai 2022 anhand von ersten Ergebnissen des Mikrozensus mitteilt, hat sich der Anteil der im Homeoffice tätigen Mütter seit 2019 (damals: 13,1 Prozent) mehr als verdoppelt.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Erwerbstätige Mütter*) in NRW mit Kind(ern) unter
18 Jahren und Erwerbsarbeit zu Hause ("Homeoffice")**)
Erwerbsarbeit zu Hause Anteil in Prozent
2019 2021
insgesamt
(an mindestens einem Tag)
13,1 28,7
an jedem Arbeitstag 3,6 13,4
an mindestens der Hälfte der Arbeitstage 2,8 8,1
an weniger als der Hälfte der Arbeitstage 6,7 7,2
*) die nicht in Mutterschutz oder Elternzeit waren – **) in den letzten vier Wochen

Auch der zeitliche Umfang des Arbeitens im Homeoffice ist deutlich gestiegen: 13,4 Prozent aller Mütter mit Kindern unter 18 Jahren gaben 2021 an, an jedem Arbeitstag im Homeoffice tätig gewesen zu sein (2019: 3,6 Prozent). 8,1 Prozent der Mütter arbeiteten nicht jeden, aber mindestens die Hälfte ihrer Arbeitstage von zu Hause aus; 2019 hatte dieser Wert noch bei 2,8 Prozent gelegen. 7,2 Prozent der Mütter waren im vergangenen Jahr weniger als die Hälfte der Arbeitstage im Homeoffice erwerbstätig; gegenüber 2019 (6,7 Prozent) war der Zuwachs hier vergleichsweise moderat.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Erwerbstätige in NRW mit Erwerbsarbeit zu Hause („Homeoffice”)*)
Erwerbsarbeit zu Hause Anteil an allen Erwerbstätigen in Prozent
2019 2021
insgesamt
(an mindestens einem Tag)
11,6 24,9
an jedem Arbeitstag 2,9 10,5
an mindestens der Hälfte der Arbeitstage 2,2 7,3
an weniger als der Hälfte der Arbeitstage 6,5 7,1
*) in den letzten vier Wochen

Auch bei der Betrachtung aller nordrhein-westfälischen Erwerbstätigen war 2021 ein Anstieg der Nutzung vom Homeoffice festzustellen: Knapp ein Viertel (24,9 Prozent) der Erwerbstätigen des Landes arbeitete von dort aus, 2019 waren es noch 11,6 Prozent gewesen. Jede/-r zehnte (10,5 Prozent) Erwerbstätige arbeitete 2021 täglich von zu Hause aus; das waren fast viermal so viele wie 2019 (damals: 2,9 Prozent). Nicht jeden, aber an mindestens der Hälfte der Arbeitstage waren 7,3 Prozent aller Erwerbstätigen (2019: 2,2 Prozent) und 7,1 Prozent an weniger als der Hälfte der Arbeitstage (2019: 6,5 Prozent) im Homeoffice tätig.

Die hier vorgestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus, einer jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung. Sie beruhen auf Selbstauskünften der Personen in privaten Haushalten. Zum Thema Homeoffice wurde gefragt, ob und wie oft in den letzten vier Wochen vor der Befragung von zu Hause gearbeitet wurde. Mütter, die in Mutterschutz oder in Elternzeit waren, wurden hier nicht als erwerbtätige Mütter gezählt.

Der Mikrozensus wurde 2020 methodisch neu gestaltet. Die Ergebnisse für die Jahre 2020 und 2021 sind deshalb nur eingeschränkt mit denen aus den Vorjahren vergleichbar. Weitere Informationen zu diesen methodischen Änderungen und den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf den
Mikrozensus 2020 und 2021 finden Sie unter: https://www.it.nrw/mikrozensus.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein- Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(178 / 22) Düsseldorf, den 5. Mai 2022

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