NRW: 3,1 Prozent weniger Insolvenzen, aber um 2,1 Milliarden Euro höhere Forderungen im ersten Halbjahr 2016

Donnerstag, 8. September 2016

NRW: 3,1 Prozent weniger Insolvenzen, aber um 2,1 Milliarden Euro höhere Forderungen im ersten Halbjahr 2016

Im ersten Halbjahr des Jahres 2016 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 15 300 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Düsseldorf (IT.NRW). Im ersten Halbjahr des Jahres 2016 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 15 300 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 3,1 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals: 15 783 Fälle). Die Höhe der voraussichtlichen Forderungen (d. h. alle Forderungen, die von den Gläubigern bei den Amtsgerichten angemeldet und IT.NRW bis zum Zeitpunkt der Statistikerstellung übermittelt wurden) war im Zeitraum von Januar bis Juni dieses Jahres mit 5,1 Milliarden Euro um 71,0 Prozent höher als im ersten Halbjahr 2015 (damals: 3,0 Milliarden Euro).

3 427 Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen betrafen Unternehmen (z. B. Gesellschaften, Firmen, Betriebe oder selbstständig tätige Personen); das waren 7,8 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 (damals: 3 716 Fälle). Die voraussichtlichen Forderungen beliefen sich auf 4,1 Milliarden Euro und haben sich damit im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 (damals: 2,0 Milliarden Euro) mehr als verdoppelt. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren von den Unternehmensinsolvenzen 16 002 Beschäftigte betroffen; das waren 28,4 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2015 (damals: 22 352 Beschäftigte).

Im ersten Halbjahr 2016 beantragten neben den Unternehmen 11 873 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei handelte es sich in 10 021 Fällen um Verbraucherinsolvenzen (z. B. Arbeitnehmer, Rentner oder Arbeitslose); das waren 4,0 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahreszeitraum (damals: 10 435 Fälle). Ehemals selbstständig Tätige meldeten in 1 436 Fällen (+18,7 Prozent) Insolvenz an. 416 Verfahren (Januar bis Juni 2015: 422 Fälle) betrafen Nachlässe, Gesamtgut und natürliche Personen als Gesellschafter. (IT.NRW)

(235 / 16) Düsseldorf, den 08. September 2016

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