NRW: 3,6 Prozent mehr neu abgeschlossene Berufsausbildungsverträge

Dienstag, 21. Dezember 2021

NRW: 3,6 Prozent mehr neu abgeschlossene Berufsausbildungsverträge

Im Berufsbildungsjahr 2021 wurden 107 265 neue Berufsausbildungsverträge in anerkannten Ausbildungsberufen des dualen Systems unterzeichnet.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Berufsbildungsjahr 2021 (Oktober 2020 bis September 2021) wurden in Nordrhein-Westfalen 107 265 Berufsausbildungsverträge in anerkannten Ausbildungsberufen des dualen Systems neu abgeschlossen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 3,6 Prozent mehr als im Berufsbildungsjahr 2020, jedoch 9,5 Prozent weniger als im Vorkrisenzeitraum 2019.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Auszubildende mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag in Nordrhein-Westfalen
Berufsbildungsjahr*) 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 2020/21
Auszubildende 124 110 120 084 117 396 116 772 114 732 116 697 118 281 118 560 103 509 107 265
*) jeweils 1. Oktober bis zum 30. September des darauffolgenden Jahres

Die Zahl der Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger stieg in 26 der 30 nordrhein-westfälischen Bezirke der Bundesagentur für Arbeit. Die höchsten Zuwächse bei den Vertragszahlen wurden für die Arbeitsagenturbezirke Oberhausen (+10,4 Prozent), Detmold (+10,0 Prozent) und Recklinghausen (+7,5 Prozent) registriert. Die höchsten Rückgänge verzeichneten Bonn (−1,9 Prozent), Köln (−1,4 Prozent) und Duisburg (−0,7 Prozent).

Im größten Ausbildungsbereich Industrie, Handel, Banken, Versicherungen, Gast- und Verkehrsgewerbe (59 523 Verträge) nahm die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Prozent zu. Somit hatte dieser Bereich einem Anteil von 55,5 Prozent an allen neuen Ausbildungsverträgen. Im zweitgrößten Ausbildungsbereich, dem Handwerk (29 490), wurden 6,0 Prozent mehr Berufsausbildungsverträge unterzeichnet. Die Kammern im Bereich „Freie Berufe” (Steuerfachangestellte/-r u. a.; 12 153) verbuchten eine Zunahme von knapp 11,2 Prozent, die Landwirtschaft (2 712) von 14,5 Prozent und die „Sonstigen” (Hauswirtschaft; 321) von rund 3,2 Prozent. Bei den zuständigen Stellen des Öffentlichen Dienstes (3 069) war ein Rückgang von 1,1 Prozent zu vermelden.

Bei der Betrachtung ausgewählter Berufsfelder im größten Ausbildungsbereich Industrie, Handel u. a. ergibt sich folgendes Bild: Die Zahl der Tourismuskaufleute für Privat- und Geschäftsreisen sank gegenüber 2020 um 36,5 Prozent auf 108 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge (2019: 381). Dagegen nahm die Anzahl der Kaufleute im E-Commerce (507) weiter zu (+26,4 Prozent ggü. 2020) und lag damit auch über dem Vorkrisenniveau (2019: 393). Einen Anstieg verzeichneten auch die zukünftigen Fachkräfte für Lagerlogistik (2 226; +12,0 Prozent ggü. 2020) und erreichten somit beinahe wieder den Wert von 2019 (2 328). Im Gastgewerbe wurden für das Berufsfeld Hotelfachmann/-frau 813 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen (2020: 789), wohingegen 2019 noch 1 284 registriert worden waren. (IT.NRW)

(500 / 21) Düsseldorf, den 21. Dezember 2020

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