NRW: 3,7 Prozent weniger stationäre Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen im Jahr 2018

Freitag, 9. Oktober 2020

NRW: 3,7 Prozent weniger stationäre Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen im Jahr 2018

Im Jahr 2018 wurden 272 633 nordrhein-westfälische Einwohner wegen psychischer und Verhaltensstörungen stationär im Krankenhaus behandelt.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 wurden 272 633 nordrhein-westfälische Einwohner wegen psychischer und Verhaltensstörungen stationär im Krankenhaus behandelt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des internationalen Tages der seelischen Gesundheit (10. Oktober 2020) mitteilt, waren das 3,7 Prozent weniger Behandlungsfälle als ein Jahr zuvor (2017: 283 109 Fälle). Damit ist die Zahl der Behandlungen seit 2014, als sie mit 288 892 ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, weiter zurückgegangen. Mit 125 005 wurden auch 2018 wieder weniger Frauen als Männer aufgrund dieser Diagnose behandelt. Der Frauenanteil liegt seit 2008 konstant bei etwa 46 Prozent.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Stationäre Krankenhausbehandlungen aufgrund psychischer und Verhaltensstörungen in Nordrhein-Westfalen
Geschlecht 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
männlich 144 538 148 027 149 163 151 693 153 516 153 482 154 442 155 902 155 956 153 717 147 628
weiblich 123 379 123 681 125 013 130 034 132 581 132 703 134 450 131 256 130 682 129 392 125 005

Das Spektrum der Krankheitsbilder, die in diesen Diagnosebereich fallen, ist vielfältig. Die meisten Behandlungen entfielen 2018 auf Störungen durch psychotrope Substanzen (95 148 Fälle; darunter 66 828 psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol) und auf sogenannte affektive Störungen (70 233 Fälle), zu denen überwiegend depressive Episoden und rezidivierende depressive Störungen (insgesamt 64 976 Fälle) gehören.

Im Vergleich zum Jahr 2008 wurden sieben Prozent weniger Patientinnen und Patienten aufgrund von Störungen durch psychotrope Substanzen behandelt. Dagegen war die Zahl der Behandlungsfälle aufgrund affektiver Störungen um 21 Prozent höher als zehn Jahre zuvor. Dieser Anstieg ist insbesondere auf die seit 2008 stetig zunehmende Zahl von rezidivierenden depressiven Störungen zurückzuführen (2018: 35 507, 2008:  22 594). Von diesen wiederholten depressiven Störungen waren überwiegend Frauen (62 Prozent) betroffen. (IT.NRW)

(323 / 20) Düsseldorf, den 9. Oktober 2020

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