NRW: 4,0 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2021

Dienstag, 26. April 2022

NRW: 4,0 Prozent weniger Schwangerschaftsabbrüche im Jahr 2021

Im Jahr 2021 wurden in Nordrhein-Westfalen 19 887 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Bei 2,4 Prozent der Abbrüche waren die Frauen minderjährig.

Düsseldorf (IT.NRW). Für das Jahr 2021 haben Arztpraxen und Krankenhäuser 19 887 Schwangerschaftsabbrüche von Frauen mit Wohnsitz in Nordrhein-Westfalen gemeldet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 818 Fälle bzw. 4,0 Prozent weniger als 2020 (damals 20 705). Im Vergleich zum Jahr 2011 (22 231 Abbrüche) war die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 2 344 Fälle bzw. 10,5 Prozent niedriger.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Schwangerschaftsabbrüche bei Frauen mit Wohnsitz in NRW
Jahr Anzahl
2011 22 231
2012 21 866
2013 20 939
2014 20 105
2015 20 783
2016 21 041
2017 21 869
2018 21 378
2019 21 552
2020 20 705
2021 19 887

484 der Frauen (2,4 Prozent), die einen Abbruch vornehmen ließen, waren minderjährig, 46 Mädchen waren sogar jünger als 15 Jahre. Neun von zehn Frauen (89,9 Prozent) waren zum Zeitpunkt des Abbruchs 18 bis 39 Jahre alt; die übrigen 7,7 Prozent waren 40 Jahre oder älter.

Mehr als die Hälfte der Frauen (57,5 Prozent) hatte vor dem Abbruch bereits mindestens ein Kind geboren. Darunter befanden sich 2 702 Frauen mit drei oder vier und weitere 371 Frauen mit fünf oder mehr Kindern.

In 43,2 Prozent der Fälle erfolgte der Schwangerschaftsabbruch vor der siebten Schwangerschaftswoche; etwa drei Viertel (77,0 Prozent) aller Schwangerschaften wurden vor der neunten und 96,3 Prozent vor der zwölften Woche abgebrochen.

95,1 Prozent der Abbrüche erfolgten im Anschluss an die gesetzlich vorgeschriebene Beratung. Indikationen aus medizinischen Gründen oder aufgrund von Sexualdelikten waren in 4,9 Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch. 96,0 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurden ambulant in Arztpraxen und Krankenhäusern durchgeführt; 4,0 Prozent der Eingriffe wurden stationär in Krankenhäusern vorgenommen. (IT.NRW)

(158 / 22) Düsseldorf, den 26. April 2022

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