NRW: 47 323 Verurteilte standen im Jahr 2017 unter Bewährungsaufsicht

Dienstag, 23. Oktober 2018

NRW: 47 323 Verurteilte standen im Jahr 2017 unter Bewährungsaufsicht

Ende 2017 befanden sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 41 424 nach allgemeinem Strafrecht Verurteilte unter einer hauptamtlichen Bewährungsaufsicht.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2017 befanden sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt 41 424 nach allgemeinem Strafrecht Verurteilte unter einer hauptamtlichen Bewährungsaufsicht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (2016: 42 294 Personen). Die Zahl der Unterstellungen der nach Jugendstrafrecht Verurteilten mit Bewährung verringerte sich um 8,3 Prozent auf 5 899 Fälle (2016: 6 433).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Unter Bewährungsaufsicht gestellte Verurteilte in Nordrhein-Westfalen von 2008 bis 2017
Jahr Verurteilungen in Nordrhein-Westfalen
davon
allgemeines Strafrecht Jugendstrafrecht
2008  49 186    11 141  
2009  46 767    10 090  
2010  46 937    9 706  
2011  46 905    8 963  
2012  47 045    8 681  
2013  46 410    8 191  
2014  45 167    7 607  
2015  43 508    7 013  
2016  42 294    6 433  
2017  41 424    5 899  

Von allen 47 323 zur Bewährung ausgesetzten Verurteilungen wurden 11 618 (24,6 Prozent) aufgrund von Diebstahls- und Unterschlagungsdelikten (§§ 242 bis 248c StGB) angeordnet. In 10 262 Fällen (21,7 Prozent) handelte es sich um "andere Vermögens-, Eigentums- und Urkundendelikte" (§§ 257 bis 305a StGB).

Eine Strafaussetzung zur Bewährung kommt in Betracht, wenn zu erwarten ist, dass dem Angeklagten bereits die Verurteilung als Warnung dient und er nicht mehr straffällig wird. Die Unterstellung unter Bewährungsaufsicht geht bei Erwachsenen zumeist - bei Jugendlichen immer - mit der Strafaussetzung einher. (IT.NRW)

(303 / 18) Düsseldorf, den 23. Oktober 2018

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