NRW: 56 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund in Mehrpersonenhaushalten sprechen zu Hause vorwiegend Deutsch

Donnerstag, 14. März 2019

NRW: 56 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund in Mehrpersonenhaushalten sprechen zu Hause vorwiegend Deutsch

Im Jahr 2017 hatten bei der Mikrozensus-Befragung 56,3 Prozent der über vier Millionen Personen mit Migrationshintergrund in nordrhein-westfälischen Mehrpersonenhaushalten angegeben, im eigenen Haushalt vorwiegend Deutsch zu sprechen.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2017 hatten bei der Mikrozensus-Befragung 56,3 Prozent der über vier Millionen Personen mit Migrationshintergrund in nordrhein-westfälischen Mehrpersonenhaushalten angegeben, im eigenen Haushalt vorwiegend Deutsch zu sprechen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, war bei den 43,7 Prozent zu Hause vorwiegend nicht Deutsch sprechenden Personen Türkisch die am häufigsten verwendete Fremdsprache. Nahezu jede(r) Vierte dieses Personenkreises (24,2 Prozent) hatte Türkisch als Verkehrssprache angegeben. 13,1 Prozent gaben Russisch, 9,6 Prozent Arabisch und 9,4 Prozent Polnisch an. Die Anteile der vorwiegend italienisch (3,3 Prozent), englisch (2,5 Prozent), spanisch (1,6 Prozent) und französisch (1,1 Prozent) Sprechenden spielten eine eher untergeordnete Rolle.

28,7 Prozent der 17,7 Millionen Einwohner in den nordrhein-westfälischen Privathaushalten hatten im Jahr 2017 einen Migrationshintergrund. 2,3 Millionen der 5,1 Millionen Personen mit Migrationshintergrund hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Als Personen mit Migrationshintergrund gelten nach §4 Abs.1 des Teilhabe- und Integrationsgesetzes NRW vom 14.2.2012 (GV NRW S. 97) Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, oder im Ausland geborene und nach 1949 Zugewanderte, oder Personen, bei denen mindestens ein Elternteil zugewandert ist.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es zur im Haushalt vorwiegend gesprochenen Sprache keine Vergleichsergebnisse früherer Jahre gibt, da diese Frage erstmals bei der Mikrozensusbefragung im Jahr 2017 gestellt wurde. (IT.NRW)

(054 / 19) Düsseldorf, den 14. März 2019

Footermap Title