NRW: 8,9 Prozent weniger Unternehmens- und 31,3 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im März 2022

Dienstag, 10. Mai 2022

NRW: 8,9 Prozent weniger Unternehmens- und 31,3 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im März 2022

2 540 Anträge auf Insolvenzverfahren wurden im März 2022 in Nordrhein-Westfalen gestellt. Das waren 27,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im März 2022 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 540 Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 27,5 Prozent weniger als im März 2021 (damals: 3 504 Verfahren), aber 22,8 Prozent mehr als im Vormonat (Februar 2022: 2 068 Verfahren).

350 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 8,9 Prozent weniger als im März 2021 (damals: 384 Verfahren) und 31,6 Prozent mehr als im Februar 2022 (damals: 266 Verfahren). Von den im März 2022 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 740 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren 43,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (damals: 1 311).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme1) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmens
-insolvenzen
Verbraucher
-insolvenzen
März 2021 3 504   +72,1 % 384   2 517  
April 2021 2 665   +103,7 % 392   1 736  
Mai 2021 2 285   +17,7 % 312   1 505  
Juni 2021 2 649   +37,5 % 342   1 836  
Juli 2021 2 704   +52,0 % 355   1 847  
August 2021 2 288   +142,9 % 301   1 555  
September 2021 2 379   +245,8 % 328   1 608  
Oktober 2021 2 285   +165,1 % 277   1 578  
November 2021 2 331   +139,8 % 253   1 617  
Dezember 2021 2 460   +100,7 % 325   1 673  
Januar 2022 2 155   +8,3 % 297   1 447  
Februar 2022 2 068   −16,3 % 266   1 382  
März 20222) 2 540   −27,5 % 350   1 730  
1) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat
2) vorläufige, gerundete Ergebnisse
Hinweis: Das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung hat vermutlich zu dem Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im zweiten Halbjahr 2020 und dem Anstieg im Jahr 2021 geführt.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) sank gegenüber März 2021 um 31,3 Prozent auf 1 730 Anträge; gegenüber dem Vormonat (Februar 2022: 1 382 Verfahren) stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 25,2 Prozent. Neben Verbrauchern und Unternehmen beantragten noch 460 sonstige Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. (IT.NRW)

(185 / 22) Düsseldorf, den 10. Mai 2022

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