NRW: 9,4 Prozent weniger Unternehmens- und 23,7 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Juni 2022

Montag, 8. August 2022

NRW: 9,4 Prozent weniger Unternehmens- und 23,7 Prozent weniger Verbraucherinsolvenzen im Juni 2022

Im Juni 2022 wurden in NRW insgesamt 2 110r Insolvenzverfahren beantragt. Das waren 20,3r Prozent weniger als im Juni 2021 und 2,9 Prozent weniger als im Vormonat (Mai 2022).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Juni 2022 wurden bei den Amtsgerichten in Nordrhein-Westfalen 2 110r Anträge auf Eröffnung von Insolvenzverfahren gestellt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, waren das 20,3r Prozent weniger als im Juni 2021 (damals: 2 649r Verfahren) und 2,9 Prozent weniger als im Vormonat (Mai 2022: 2 178 Verfahren).

310 der beantragten Insolvenzverfahren betrafen Unternehmen. Das waren 9,4 Prozent weniger als im Juni 2021 (damals: 342 Verfahren) aber 8,8 Prozent mehr als im Vormonat (Mai 2022: 285 Verfahren). Von den im Juni 2022 beantragten Unternehmensinsolvenzen waren zum Zeitpunkt der Antragstellung 670 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen, das waren 28,8 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresmonat (Juni 2021: 941).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Beantragte Insolvenzverfahren in Nordrhein-Westfalen
Monat Insolvenzen insgesamt Zu- bzw. Abnahme*) der
Insolvenzen insgesamt
darunter
Unternehmens-
insolvenzen
Verbraucher-
insolvenzen
Juni 2021 2 649 +37,5 % 342 1 836
Juli 2021 2 704 +52,0 % 355 1 847
August 2021 2 288 +142,9 % 301 1 555
September 2021 2 379 +245,8 % 328 1 608
Oktober 2021 2 285 +165,1 % 277 1 578
November 2021 2 331 +139,8 % 253 1 617
Dezember 2021 2 460 +100,7 % 325 1 673
Januar 2022 2 155 +8,3 % 297 1 447
Februar 2022 2 068 −16,3 % 266 1 382
März 2022 2 545 −27,4 % 349 1 726
April 2022 2 045 −23,3 % 313 1 345
Mai 2022 2 178 −4,7 % 285 1 462
Juni 2022**) 2 110 −20,3 % 310 1 400
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; **) vorläufige, gerundete Ergebnisse;
Hinweis: Das Ende 2020 beschlossene Gesetz zur weiteren Verkürzung der Restschuldbefreiung hat vermutlich zu dem Rückgang der Verbraucherinsolvenzen im zweiten Halbjahr 2020 und dem Anstieg im Jahr 2021 geführt.

Die Zahl der Insolvenzverfahren von Verbrauchern (dazu zählen Arbeitnehmer, Rentner oder Erwerbslose) sank gegenüber Juni 2021 (damals: 1 836) um 23,7 Prozent auf 1 400 Anträge, gegenüber dem Vormonat (Mai 2022: 1 462 Verfahren) sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 4,2 Prozent. Neben Verbrauchern und Unternehmen gab es noch 410 sonstige Schuldner, die im Juni 2022 einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt haben. (IT.NRW)

(339 / 22) Düsseldorf, den 8. August 2022

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