NRW: 9,5 Prozent weniger Todesfälle durch Drogenkonsum im Jahr 2019

Dienstag, 20. Juli 2021

NRW: 9,5 Prozent weniger Todesfälle durch Drogenkonsum im Jahr 2019

Im Jahr 2019 starben in Nordrhein-Westfalen 2 617 Personen (Männer: 1 901; Frauen: 716) an den Folgen von Drogenkonsum (inkl. Alkoholkonsum).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2019 starben in Nordrhein-Westfalen 2 617 Personen (Männer: 1 901; Frauen: 716) an den Folgen von Drogenkonsum (inkl. Alkoholkonsum). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt anlässlich des nationalen Gedenktages für verstorbene Drogenabhängige am 21. Juli 2021 mitteilt, war die Zahl dieser Verstorbenen um 9,5 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor (2018: 2 891) und um 18,9 Prozent niedriger als zehn Jahre zuvor (2009: 3 228). Der Anteil dieser Sterbefälle an allen Gestorbenen in Nordrhein-Westfalen lag 2019 bei etwa 1,3 Prozent.

90,8 Prozent der infolge Drogenkonsums Gestorbenen starben aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum (2 377 Fälle). In den übrigen 240 nicht-alkoholbedingten Fällen war der Konsum von psychotropen Substanzen, Betäubungsmitteln oder multipler Substanzgebrauch ursächlich für den Tod.

Das durchschnittliche Sterbealter der aufgrund von nicht- alkoholbedingtem Drogenkonsum Gestorbenen lag bei 50,2 Jahren und war damit um 4,9 Jahre höher als zehn Jahre zuvor (2009: 45,3 Jahre).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Todesfälle durch Drogenkonsum (ohne Alkohol) in Nordrhein-Westfalen
Alter
von …bis unter …Jahren
Jahr
2009 2019
15 – 19 4
20 – 24 21 3
25 – 29 33 8
30 – 34 52 15
35 – 39 52 33
40 – 44 74 39
45 – 49 64 35
50 – 54 35 31
55 – 59 18 28
60 – 64 13 13
65 – 69 13 11
70 – 74 10 9
75 – 79 7 5
80 – 84 13 3
85 – 89 7 5
90 u. ä. 1 2

Die landesweit höchsten prozentualen Anteile der aufgrund von Drogenkonsum (inkl. Alkohol) Verstorbenen wurden in Oberhausen (1,95 Prozent), Hagen (1,88 Prozent) und Münster (1,87 Prozent) verzeichnet. Die Kreise Olpe (0,61 Prozent) und Siegen-Wittgenstein (0,64 Prozent) und Leverkusen (0,70 Prozent) wiesen 2019 die niedrigsten Werte auf.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass die Zuordnung der Todesursachen in der vorliegenden Statistik auf den Angaben in den ausgestellten Todesbescheinigungen basiert. (IT.NRW)

(276 / 21) Düsseldorf, den 20. Juli 2021

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