Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Mittwoch, 26. August 2026

NRW: In acht Minuten zum nächsten Supermarkt – Interaktive Kartenanwendung zeigt Entfernungen zur Nahversorgung

  • Experimentelle Analyse zeigt Entfernungen zu Supermärkten, Drogerien, Ärzten, Apotheken und Haltestellen auf dem Land und in der Stadt
  • Nächste Hausarztpraxis fast überall in NRW mit dem PKW in höchstens 10 Minuten erreichbar
  • Altersgruppenvergleich zeigt: 20- bis 40-Jährige haben die kürzesten Wege
Nahversorgung
Erreichbarkeit
Supermärkte
Drogerie
Ärzte
Apotheken

Düsseldorf (IT.NRW). In NRW benötigen die Menschen zu Fuß im Mittel rund 8 Minuten zum nächsten Supermarkt oder Discounter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, verlängert sich der Weg in überwiegend ländlichen Kommunen auf rund 13 Minuten. Dies zeigen Ergebnisse einer experimentellen Erreichbarkeitsanalyse von Standort- und kleinräumigen Bevölkerungsdaten.

Mittlere fußläufige Distanz zur nächstgelegenen Einrichtung

Auch zu anderen Einrichtungen der Nahversorgung wie Hausarztpraxen, Apotheken und Haltestellen sind die mittleren Fußwege in überwiegend ländlichen Kommunen länger; je nach Einrichtung um etwa 0,5 bis 6 Minuten im Vergleich zu überwiegend städtischen Kommunen. Bei den Drogeriemärkten beträgt der Unterschied zu Fuß sogar mehr als eine Stunde. Aber auch auf dem Land erreicht rund ein Fünftel der Bevölkerung innerhalb von 20 Gehminuten einen Drogeriemarkt.

Wer hingegen mit dem Pkw fährt, schafft es fast überall in NRW in bis zu 10 Minuten zur nächsten Hausarztpraxis oder dem nächsten Supermarkt oder Discounter (jeweils 99,9 % der Bevölkerung).

In überwiegend städtischen Kommunen erreicht man den nächsten Supermarkt oder Discounter im Mittel schon in etwa einer Minute und auch einen Drogeriemarkt in etwa zweieinhalb Minuten. Die Pkw-Fahrzeit in ländlichen Kommunen beträgt zum nächsten Supermarkt 2 Minuten und rund 8 Minuten zum nächsten Drogeriemarkt.

Altersgruppe der 20- bis 40-Jährigen haben die kürzesten Wege

Personen im Alter von 20 bis 40 Jahren haben im Mittel die kürzesten Wege. Zum nächsten Supermarkt oder Discounter laufen sie mit rund sieben Minuten und damit rund eine Minute weniger im Vergleich zur Gesamtbevölkerung. Insgesamt unterscheiden sich die restlichen Altersgruppen im NRW kaum. In einzelnen Kommunen kann es jedoch große Abweichungen zwischen den Altersgruppen geben.

Mittlere fußläufige Distanz zur nächstgelegenen Einrichtung

Detaillierte Ergebnisse der Analyse und methodische Hinweise finden Sie im Artikel und eine interaktive Kartenanwendung mit kleinräumigen Ergebnissen der Erreichbarkeiten zu allen Einrichtungen und Altersgruppen nach unterschiedlichen Verkehrsmitteln für alle Kommunen.

Hinweise zur Statistik

Als Statistisches Landesamt nutzt IT.NRW experimentelle Verfahren, um neue Methoden und Datenquellen zu testen. Um die Versorgung der Bevölkerung in NRW zu untersuchen, wurden die Daten zu zentralen Nahversorgungseinrichtung per Webscraping (d. h. automatisiert über ein Programm aus freizugänglichen Internetquellen) gesammelt. Der experimentelle Datensatz zur Nahversorgung ermöglicht die Berechnung von Erreichbarkeiten mit verschiedenen Verkehrsmitteln in einem geografischen Informationssystem. Durch die Verknüpfung mit kleinräumigen Bevölkerungsdaten des Zensus 2022 können die Ergebnisse zusätzlich nach Altersgruppen differenziert ausgewiesen werden.

Die Einteilung der Kommunen in die Raumtypen nach Besiedlungsgrad erfolgt nach der Klassifizierung des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung.

Die Erreichbarkeiten wurden mittels Geoinformationssystem berechnet. Dem zugrunde liegenden OSM (Openstreetmap)-basierten Verkehrsnetz sind lediglich Geschwindigkeiten hinterlegt; weitere Barrieren, Hindernisse oder die Verkehrslage, die die Erreichbarkeit beeinflussen können, werden jedoch hingegen nicht berücksichtigt.

Alle Durchschnittswerte sind als bevölkerungsgewichteter Median berechnet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

(244 / 26) Düsseldorf, den 26. August 2026

Bitte geben Sie uns ein Feedback

Hat Ihnen die Pressemitteilung gefallen?