NRW: Aktualisierter Unfallatlas zeigt die Unfallschwerpunkte 2025
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 ereigneten sich auf den nordrhein-westfälischen Straßen 65.232 Unfälle mit Personenschaden. Das waren 4,0 % mehr als ein Jahr zuvor, wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt bereits in einer Pressemitteilung vom 18. April 2026 mitgeteilt hat. Im Jahr 2025 stiegen die Unfallzahlen innerorts – wo mit einem Anteil von 73,9 % der Großteil der Unfälle passierte – um 5,0 % auf 48.224 Unfälle. Außerorts (ohne Autobahnen) ereigneten sich 12.508 Unfälle und somit 1,4 % mehr als im Jahr zuvor. Die Anzahl der Unfälle auf Autobahnen verhielt sich mit 4.500 Unfällen mit Personenschaden nahezu auf Vorjahresniveau (2024: 4.499 Unfälle).
Der aktualisierte Unfallatlas Deutschland mit den Zahlen für das Jahr 2025 zeigt auf welchen Straßen es in NRW die meisten Verkehrsunfälle mit Personenschaden gab und wo die Unfallschwerpunkte z. B. mit beteiligten Pkw, Krafträdern oder Fußgängerinnen und Fußgängern lagen.
16,4 % aller Unfälle mit Personenschaden ereigneten sich an Kreuzungen
Betrachtet man die Charakteristiken der Unfallstellen, so fanden 16,4 % aller Unfälle mit Personenschaden im Jahr 2025 an einer Kreuzung statt und weitere 15,8 % an einer Einmündung. Innerhalb von Ortschaften waren Kreuzungen mit 8.768 sowie Einmündungen mit 7.654 Unfällen mit Personenschaden die Charakteristiken der Unfallstelle, die am häufigsten beobachtet wurden. Außerorts spielten Einmündungen mit 2.461 sowie Kurven mit 2.126 Unfällen mit Personenschäden eine wesentliche Rolle.
An Kreisverkehren ereigneten sich 2025 insgesamt 3,0 % aller Unfälle mit Personenschaden, wobei diese häufiger innerorts mit 1.673 als außerorts mit 304 Unfällen stattfanden.
Innerorts waren Fahrradfahrende an 39,0 % der Unfälle beteiligt
Der Pkw ist in allen Ortslagen mit einem Anteil von mindestens 70,0 % das am häufigsten beteiligte Verkehrsmittel. Außerorts (ohne Autobahnen) waren zudem häufig Fahrräder einschließlich Pedelecs (20,8 %) sowie Krafträder mit amtlichen Kennzeichen (16,3 %) an einem Unfall mit Personenschaden beteiligt. Auf Autobahnen waren an mehr als jedem vierten Unfall (26,8 %) Güterkraftfahrzeuge beteiligt; in 7,0 % der Unfälle auf Autobahnen waren Krafträder involviert. Innerorts waren bei 39,0 % der Unfälle mit Personenschaden Fahrräder einschließlich Pedelecs beteiligt und in 15,1 % der Unfälle waren Fußgängerinnen und Fußgänger involviert.
Aktualisierter Unfallatlas zeigt Unfallschwerpunkte in NRW
Als Unfallschwerpunkte in NRW hat das Statistische Landesamt (IT.NRW) mithilfe des aktualisierten Unfallatlas für das Jahr 2025 u. a. Schwerpunkte in Köln und Münster identifiziert. Mit 20 Unfällen mit Personenschaden wurde die höchste Unfalldichte im Kreisverkehr am Ludgeriplatz in Münster festgestellt. In Köln wurden gleich mehrere Unfallschwerpunkte ermittelt. Einer davon mit insgesamt 17 Unfällen befindet sich, wie bereits im Vorjahr (19 Unfälle), im Bereich Subbelrather Straße/Ehrenfeldgürtel.
Unterscheidet man nach Art der Verkehrsbeteiligung ist festzustellen, dass der größte Unfallschwerpunkt mit Pkw-Beteiligung (16 Unfälle) im Bereich Frankfurter Str./Steinstraße/Maarhäuser Weg in Köln zu finden war. Unfallschwerpunkte mit Fahrradbeteiligung lagen in Köln im Bereich Subbelrather Straße/Ehrenfeldgürtel und im Bereich Ludgeriplatz in Münster mit jeweils 14 Unfällen. Die Unfallschwerpunkte mit Fußgängerinnen und Fußgängern fanden sich in Köln im Bereich Augustinerstraße/Heumarkt und in Hagen im Bereich Kölner Straße/Frankstraße mit jeweils fünf Unfällen.
Der Unfallatlas wurde im Auftrag der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder vom Geoinformationszentrum bei IT.NRW entwickelt und steht kostenlos zur Verfügung. Nutzende können selbst auswählen, ob alle Unfälle oder nur Unfälle mit Beteiligung bestimmter Verkehrsmittel angezeigt werden. Die Unfalldaten stehen auch zum Download bereit: Zu jedem Unfall sind in shape- bzw. csv-files Zusatzinformationen z. B. darüber verfügbar, ob es sich um einen Unfall mit Verkehrstoten, Schwer- oder Leichtverletzten gehandelt hat.
Methodische Hinweise
Die in dieser Pressemitteilung genannten und im Unfallatlas visualisierten Unfalldaten stammen aus der Statistik der Straßenverkehrsunfälle, die auf den Meldungen der Polizei basiert. Falls die Geo-Koordinaten der Unfallmeldung nicht einer Straße eindeutig zugeordnet werden können (Abgleich mit den Straßengeometrien der amtlichen Vermessungsverwaltung), werden sie nicht im Unfallatlas abgebildet. Die Zuordnungsquoten der Unfallkoordinaten im Unfallatlas liegen durchschnittlich bei mehr als 92 %.
Bei Krafträdern mit amtlichem Kennzeichen sind folgende Arten der Verkehrsbeteiligung enthalten: Leichtkrafträder, Motorräder/-roller (auch mit Beiwagen) sowie drei- und schweres vierrädriges Kraftfahrzeug (Fahrzeugklasse L5e, L7e). Bei Güterkraftfahrzeugen sind folgende Arten der Verkehrsbeteiligung enthalten: Lastkraftwagen, Sattelzugmaschinen sowie andere Zugmaschinen.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Ergebnisse für Unfälle mit Personenschaden nach Ortslage für Städte und Gemeinden finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.
Weitere Ergebnisse zur Straßenverkehrsunfallstatistik finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
(192 / 26) Düsseldorf, den 7. Juli 2026