NRW-Ausländerzahl erreichte Ende 2018 einen neuen Höchststand

Montag, 15. April 2019

NRW-Ausländerzahl erreichte Ende 2018 einen neuen Höchststand

Ende 2018 lebten in Nordrhein-Westfalen 2 648 600 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2018 lebten in Nordrhein-Westfalen 2 648 600 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt nach Auswertung des Ausländerzentralregisters mitteilt, waren das 76 600 Ausländer bzw. 3,0 Prozent mehr als Ende 2017. Dies ist die höchste jemals ermittelte Zahl von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit in Nordrhein-Westfalen. Bei einer regionalen Betrachtung zeigt sich, dass die Zahl der Ausländer in 50 der 53 kreisfreien Städte und Kreise angestiegen ist und in drei Fällen niedriger war als ein Jahr zuvor.

Die stärksten Zuwächse waren NRW-weit bei Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit (+15 900) festzustellen, gefolgt von Personen mit rumänischem (+14 300) und bulgarischem Pass (+8 600). Die größte ausländische europäische Nationalitätengruppe in Nordrhein-Westfalen bildeten Ende 2018 weiterhin Personen mit türkischer Staatsangehörigkeit (495 200), gefolgt von Personen mit polnischer (220 900) und italienischer Staatsangehörigkeit (143 100). Unter den außereuropäischen Staatsangehörigkeiten waren Ende 2018 am häufigsten Personen mit syrischem (206 200), irakischem (80 800) und afghanischem (41 300) Pass vertreten.

Differenziert nach Kontinenten besaßen 1 856 200 der Ende 2018 in Nordrhein-Westfalen lebenden Ausländer eine europäische Staatsangehörigkeit, darunter mehr als eine Million Personen (1 034 600) mit einem Pass eines EU-Mitgliedsstaates. Weitere 571 900 Ausländer hatten eine asiatische, 153 000 eine afrikanische, 42 800 eine amerikanische und 2 700 eine australisch/ozeanische Staatsangehörigkeit.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, lebte 2018 gut jeder zweite (54,0 Prozent) Ausländer bereits seit mindestens acht Jahren in Nordrhein-Westfalen und könnte somit einen Anspruch auf Einbürgerung geltend machen. Darunter waren 960 300 Personen (36,3 Prozent), die seit mindestens 20 Jahren in Deutschland leben.

Die Ergebnisse basieren auf Daten des Ausländerzentralregisters, das beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt wird. Erfasst werden nur Personen, die ausschließlich eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen. (IT.NRW)

(088 / 19) Düsseldorf, den 15. April 2019

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