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Freitag, 9. Januar 2026

NRW: Baupreise für Wohngebäude im November 2025 um fast 3 % gestiegen

  • Preise für Rohbauarbeiten sind zum Vorjahr um 2,4 % gestiegen.
  • Ausbaubauarbeiten verteuerten sich um 3,3 %.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Baupreise für Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) in Nordrhein-Westfalen waren im November 2025 um 2,9 % höher als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist der Baupreisindex für Wohngebäude im Vergleich zu August 2025 um 0,5 % gestiegen.

Preisindizes für Bauleistungen an ausgewählten Bauwerken in Nordrhein-Westfalen (Basisjahr 2021 = 100)
Preisindex für …Indexstand
im
November 2025
Zu- (+) bzw. Abnahme (−)
November 2025 gegenüber
November 2024August 2025
Wohngebäude132,2+2,9 %+0,5 %
Rohbauarbeiten127,4+2,4 %+0,4 %
Ausbauarbeiten136,1+3,3 %+0,5 %
Bürogebäude133,8+3,1 %+0,5 %
Gewerbliche Betriebsgebäude133,1+2,9 %+0,5 %
Straßenbau146,9+4,9 %+0,7 %
Brücken im Straßenbau131,1+1,7 %−0,1 %
Ortskanäle140,1+4,2 %+0,4 %
Instandhaltung von Wohngebäuden
ohne Schönheitsreparaturen
134,1+3,6 %+0,8 %
Schönheitsreparaturen in Wohnungen133,4+3,3 %+0,5 %
Außenanlagen für Wohngebäude137,0+3,9 %+0,4 %

Preise für Rohbauarbeiten um 2,4 % gestiegen

Die Rohbauarbeiten für den Bau von Wohngebäuden verteuerten sich zwischen November 2024 und November 2025 um 2,4 %. Den stärksten Preisanstieg gab es im Bereich der Dachdeckungsarbeiten und Klempnerarbeiten mit 4,5 %, gefolgt von Zimmer- und Holzbauarbeiten mit 4,4 % und den Gerüstarbeiten mit 4,1 %.

Preise für Ausbauarbeiten um 3,3 % gestiegen

Die Preise für Ausbauarbeiten bei Wohngebäuden stiegen im November 2025 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat um 3,3 %. Beschlagarbeiten verzeichneten in diesem Bereich mit 6,9 % den höchsten Preisanstieg. Eine überdurchschnittliche Preiserhöhung wurde auch bei den Wärmedämm-Verbundsystemen mit 6,3 % festgestellt. Tapezierarbeiten verteuerten sich um 5,6 %. Die Preise für Putz- und Stuckarbeiten und Rollladenarbeiten stiegen im selben Zeitraum mit je 1,2 % unterdurchschnittlich. Aufzugsanlagen und Fahrtreppen waren 0,6 % günstiger als ein Jahr zuvor.

Preise für weitere Bauwerksarten: Höchster Anstieg beim Straßenbau

Der Straßenbau wies von allen Bauwerksarten mit 4,9 % den höchsten Preisanstieg zwischen November 2024 und November 2025 auf. Weiter verteuerten sich die Preise für Ortskanäle um 4,2 % und für Außenanlagen für Wohngebäude um 3,9 %.

Methodische Hinweise

Grundlage dieser Pressemitteilung ist die Statistik der Preisindizes für die Bauwirtschaft. Die Indizes für Bauleistungspreise werden vierteljährlich erhoben. Sie stellen die Entwicklung der Preise für den konventionell gefertigten Neubau ausgewählter Bauwerksarten des Hoch- und Ingenieurbaus sowie für die Instandhaltungsmaßnahmen an Wohngebäuden dar. Für den Ingenieurbau werden die Preisentwicklungen im „Straßenbau”, bei „Brücken im Straßenbau” und bei „Ortskanälen” aufgeführt. Der Preisindex für Außenanlagen für Wohngebäude spiegelt die Preisentwicklung für die Herstellung von Grünanlagen auf dem Grundstück mit Wohnbebauung wider.

Die Preisentwicklung wird einschließlich Umsatzsteuer abgebildet. Die Erhebung findet in den Berichtsmonaten Februar, Mai, August und November eines Jahres statt. Die Statistik wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Das derzeitige Basisjahr ist 2021.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Zeitreihen für ausgewählte Baupreisindizes finden Sie auf unserer Statistikseite.

(007 / 26) Düsseldorf, den 9. Januar 2026

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