NRW-Gastgewerbe setzte im Mai 2022 mehr als doppelt so viel um wie ein Jahr zuvor, aber 13,6 Prozent weniger als im Mai 2019

Dienstag, 19. Juli 2022

NRW-Gastgewerbe setzte im Mai 2022 mehr als doppelt so viel um wie ein Jahr zuvor, aber 13,6 Prozent weniger als im Mai 2019

Im Beherbergungsgewerbe war der Umsatz im Mai 2021 real um 290,7 Prozent höher als ein Jahr zuvor; im Vergleich zum Mai 2019 sank der Umsatz hier aber um 10,9 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Umsatz im nordrhein-westfälischen Gastgewerbe war im Mai 2022 real – also unter Berücksichtigung der Preisentwicklung – um 117,2 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Gegenüber Mai 2019 sank der Umsatz aber um 13,6 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stieg der Umsatz nominal um 131,3 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat (April 2022) lag der Anstieg bei 17,0 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Gastgewerbe war im Mai 2022 um 26,8 Prozent höher als im Mai 2021.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Reale Umsatzentwicklung im NRW-Gastgewerbe*)
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat in Prozent Messziffer 2015 = 100
Beherbergung Gastronomie Gastgewerbe insgesamt
Mai 2021 + 11,1 – 6,6 + 41,5
Juni 2021 + 13,9 + 7,5 + 65,6
Juli 2021 + 17,2 + 8,9 + 77,7
August 2021 + 22,6 + 5,4 + 82,8
September 2021 + 29,7 + 5,9 + 85,8
Oktober 2021 + 72,9 + 20,4 + 90,0
November 2021 + 247,1 + 83,5 + 79,0
Dezember 2021 + 205,2 + 87,8 + 72,9
Januar 2022 + 173,3 + 86,6 + 61,7
Februar 2022 + 184,3 + 84,7 + 61,1
März 2022 + 199,6 + 91,5 + 76,1
April 2022 + 252,8 + 92,2 + 78,0
Mai 2022 + 290,7 + 83,6 + 90,2
*)  Januar 2021 bis Mai 2022 vorläufige Ergebnisse

In der Beherbergung war der Umsatz real um 290,7 Prozent höher als im Mai 2021. Im Vergleich zum Vormonat (April 2022) stieg der Umsatz um 29,0 Prozent. Verglichen mit Mai 2019 gab es aber einen Umsatzrückgang von 10,9 Prozent. Die Gastronomieunternehmen verbuchten einen um 83,6 Prozent höheren Umsatz als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zum Vormonat (April 2022) gab es einen Anstieg um 12,8 Prozent, gegenüber Mai 2019 einen Rückgang (−14,8 Prozent).

Im von der Pandemie besonders betroffenen Hotelgewerbe war der Umsatz real um 303,7 Prozent höher als vor einem Jahr; im Vergleich zum Mai 2019 sank hier der Umsatz um 11,7 Prozent. In der ausschankgeprägten Gastronomie stieg der reale Umsatz um 171,0 Prozent; gegenüber Mai 2019 sank er dagegen um 35,2 Prozent. Einen Anstieg von 82,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchten Restaurants, Gaststätten, Imbissstuben und Cafés; verglichen mit Mai 2019 sank der Umsatz hier um 13,0 Prozent.

Für die ersten fünf Monate des Jahres 2022 ermittelten die Statistiker für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe ein reales Umsatzplus von 110,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum; nominal stiegen die Umsätze um 121,8 Prozent.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – sehr unterschiedliche Ergebnisse im Vorjahresmonatsvergleich auftreten können. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird seit Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt.

Frühere Ergebnisse und Daten für weitere Wirtschaftszweige im Gastgewerbe stehen in der Landesdatenbank NRW unter der Adresse https://url.nrw/gastgewerbe zum Abruf bereit.

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein- Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(306 / 22) Düsseldorf, den 19. Juli 2022

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