NRW: Geburtenziffer auf niedrigstem Stand innerhalb der letzten 30 Jahre
Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 haben nordrhein-westfälische Frauen im Alter von 15 bis 49 Jahren im Durchschnitt 1,34 Kinder zur Welt gebracht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, ist die zusammengefasste Geburtenziffer gegenüber dem Vorjahr (2024: 1,39) gesunken und lag auf einem ähnlichen Niveau wie 1995 (1,35 Kinder). Für 2025 wurde damit die niedrigste Geburtenziffer innerhalb der letzten 30 Jahre ermittelt.
| Zusammengefasste Geburtenziffer in Nordrhein-Westfalen 1990 bis 2025 | |
|---|---|
| Jahr | Durchschnittliche Kinderzahl je Frau im Alter von 15 bis unter 50 Jahren |
| 1990 | 1,47 |
| 1991 | 1,45 |
| 1992 | 1,43 |
| 1993 | 1,41 |
| 1994 | 1,37 |
| 1995 | 1,35 |
| 1996 | 1,42 |
| 1997 | 1,46 |
| 1998 | 1,43 |
| 1999 | 1,41 |
| 2000 | 1,44 |
| 2001 | 1,40 |
| 2002 | 1,39 |
| 2003 | 1,38 |
| 2004 | 1,39 |
| 2005 | 1,37 |
| 2006 | 1,36 |
| 2007 | 1,39 |
| 2008 | 1,39 |
| 2009 | 1,36 |
| 2010 | 1,41 |
| 2011 | 1,38 |
| 2012 | 1,41 |
| 2013 | 1,41 |
| 2014 | 1,48 |
| 2015 | 1,52 |
| 2016 | 1,62 |
| 2017 | 1,59 |
| 2018 | 1,60 |
| 2019 | 1,56 |
| 2020 | 1,55 |
| 2021 | 1,60 |
| 2022 | 1,51 |
| 2023 | 1,41 |
| 2024 | 1,39 |
| 2025 | 1,34 |
Ausländische Frauen bekommen mehr Kinder als deutsche Frauen
Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit bekamen auch 2025 mehr Kinder als deutsche Frauen. In beiden Gruppen zeigt sich jedoch ein Rückgang der Geburtenziffer. Deutsche Frauen brachten in NRW im Schnitt 1,21 Kinder zur Welt und somit weniger als im Vorjahr (2024: 1,24). Bei Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit fiel der Rückgang der Geburtenziffer stärker aus und lag mit 1,88 ebenfalls unter dem Vorjahreswert (2024: 1,97). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 147.959 Kinder geboren. Das waren 3,1 % weniger als 2024.
| Zusammengefasste Geburtenziffer in Nordrhein-Westfalen 2000 bis 2025 nach Nationalität der Mütter |
||
|---|---|---|
| Jahr | Deutsche | Ausländerin |
| 2000 | 1,33 | 1,93 |
| 2001 | 1,31 | 1,84 |
| 2002 | 1,30 | 1,80 |
| 2003 | 1,30 | 1,80 |
| 2004 | 1,31 | 1,77 |
| 2005 | 1,30 | 1,73 |
| 2006 | 1,28 | 1,74 |
| 2007 | 1,33 | 1,72 |
| 2008 | 1,34 | 1,69 |
| 2009 | 1,32 | 1,63 |
| 2010 | 1,35 | 1,69 |
| 2011 | 1,31 | 1,89 |
| 2012 | 1,34 | 1,88 |
| 2013 | 1,34 | 1,89 |
| 2014 | 1,40 | 2,01 |
| 2015 | 1,41 | 2,10 |
| 2016 | 1,45 | 2,46 |
| 2017 | 1,44 | 2,35 |
| 2018 | 1,45 | 2,29 |
| 2019 | 1,42 | 2,21 |
| 2020 | 1,43 | 2,14 |
| 2021 | 1,49 | 2,13 |
| 2022 | 1,37 | 2,17 |
| 2023 | 1,27 | 2,01 |
| 2024 | 1,24 | 1,97 |
| 2025 | 1,21 | 1,88 |
Höchste Geburtenziffer in Gelsenkirchen, niedrigste in Düsseldorf
Unterschiede zeigen sich auch bei der regionalen Betrachtung: In Gelsenkirchen brachten Frauen mit durchschnittlich 1,69 die meisten Kinder zu Welt. Mit einer durchschnittlichen Kinderzahl je Frau von 1,09 hatte Düsseldorf in ganz NRW den niedrigsten Wert. Im Vergleich zum Jahr 2024 wurde in 5 Kreisen und kreisfreien Städten ein Anstieg verzeichnet, in 2 Kreisen blieb die Geburtenziffer unverändert. In den übrigen 46 Kreisen und kreisfreien Städten sank die Geburtenziffer. Den stärksten Rückgang hatte der Rheinisch-Bergische Kreis mit einem Minus von 0,16. Das höchste Plus verzeichnete die Stadt Gelsenkirchen und der Kreis Olpe mit je 0,04.
Daten zur Karte für Städte und Gemeinden als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.
Hinweise zur Statistik
Die zusammengefasste Geburtenziffer gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zur Welt bringen würde, wenn ihr Geburtenverhalten dem aller 15- bis 49-jährigen Frauen des betrachteten Berichtsjahres entspräche. Wie viele Kinder ein Frauenjahrgang im Durchschnitt tatsächlich geboren hat, ist erst bekannt, wenn die Frauen das Ende des gebärfähigen Alters erreicht haben, das statistisch mit 49 Jahren begrenzt wird. Im Jahr 1976 geborene Frauen erreichten im Jahr 2025 das Alter von 49 Jahren; sie haben im Laufe ihres Lebens bisher durchschnittlich 1,60 Kinder zur Welt gebracht. Damit erreichte der Jahrgang 1976 bei der sog. Kohortenfertilität in etwa den gleichen Wert wie der Jahrgang 1975 (1,61).
Die Daten zur Statistik der Geburten basieren auf Meldungen der Standesämter, die Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter liefern. In dieser Auswertung wurden alle Lebendgeborenen gezählt, für deren Mutter ein Wohnort in NRW gemeldet wurde.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Ergebnisse der Statistik der Geburten finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
Unseren aktualisierten Geburtenkalender finden Sie auf unserer Statistik Webseite.
(185 / 26) Düsseldorf, den 1. Juli 2026