NRW: Güterumschlag der Binnenschifffahrt 2025 um fast 2 % gesunken
Düsseldorf (IT.NRW). In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im Jahr 2025 insgesamt 97,9 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffe damit um 1,9 % unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums.
| Güterumschlag von Binnengüterschiffen in den NRW-Binnenhäfen | |
|---|---|
| Jahr | in Millionen Tonnen |
| 2019 | 115,8 |
| 2020 | 106,5 |
| 2021 | 112,1 |
| 2022 | 104,2 |
| 2023 | 98,0 |
| 2024 | 99,8 |
| 2025 | 97,9 |
Güterumschlag von Erzen, Steinen und Erden um 8,5 % gesunken
71,9 % der im Jahr 2025 umgeschlagenen Güter stammten aus vier Güterabteilungen: 25,9 Millionen Tonnen waren Erze, Steine und Erden, das sind 8,5 % weniger als im gleichen Zeitraum 2024; 22,0 Millionen Tonnen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (+2,3 %); 11,6 Millionen Tonnen Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (+0,8 %) und 10,8 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse (–0,1 %).
| Güterumschlag von Binnengüterschiffen in den NRW-Binnenhäfen im Jahr 2025 nach Güterabteilungen |
|
|---|---|
| Güterabteilung | Güterumschlag in Millionen Tonnen |
| Erze, Steine, Erden u. Ä. | 25,9 |
| Kokerei- und Mineralölerzeugnisse | 22,0 |
| Kohle, rohes Erdöl und Erdgas | 11,6 |
| Chemische Erzeugnisse usw. | 10,8 |
| Sonstige Güter | 27,5 |
Gefahrgüter machten rund ein Drittel an der gesamten Tonnage aus
Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden im Jahr 2025 rund 28,7 Millionen Tonnen Gefahrgut, z. B. flüssige Mineralölerzeugnisse, in den NRW-Häfen empfangen oder versandt, das waren 1,5 % mehr als von Januar bis Dezember 2024. Damit machten Gefahrgüter, die in verschiedenen Güterabteilungen vorkommen können, 29,3 % der insgesamt umgeschlagenen Tonnage aus.
Drei Viertel der Güter wurden in Rhein-Häfen umgeschlagen
Die bedeutendste Binnenwasserstraße in Nordrhein-Westfalen blieb der Rhein. Von Januar bis Dezember 2025 wurden drei Viertel (75,0 %) aller beförderten Güter in Häfen entlang dieser Wasserstraße umgeschlagen. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Westdeutsche Kanalgebiet (23,3 %) und der Mittellandkanal (1,7 %). Das Schlusslicht bildete das Wesergebiet (0,1 %).
Je nach Wasserstraße wurden schwerpunktmäßig unterschiedliche Güter umgeschlagen: In den Rhein-Häfen dominierten Erze, Steine und Erden (33,0 %) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (16,8 %). Auf Binnenschiffen im Westdeutschen Kanalgebiet wurden vor allem Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (40,9 %) sowie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (17,5 %) umgeschlagen. Im Mittellandkanal-Gebiet überwogen Erze, Steine und Erden mit 24,8 %, gefolgt von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen mit 22,6 %. Auf der Weser machten landwirtschaftliche Erzeugnisse mit 51,3 % den größten Anteil aus.
Hinweise zur Statistik
Die Güterverkehrsstatistik der Binnenschifffahrt erfasst Ankünfte und Abgänge von Schiffen mit einer Tragfähigkeit von mindestens 50 Tonnen in deutschen Häfen oder sonstigen Lade- und Löschplätzen, deren Ziel oder Herkunft ein Binnenhafen (Hafen an einer Binnenschifffahrtsstraße) ist.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Das komplette Datenangebot der Binnenschifffahrt finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
(071 / 26) Düsseldorf, den 24. März 2026