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Binnenschiff auf dem Dortmund Ems Kanal
Freitag, 26. September 2025

NRW: Güterumschlag der Binnenschifffahrt im 1. Halbjahr 2025 um fast 3 % gesunken

  • Erze, Steine und Erden wurden am häufigsten umgeschlagen
  • Rückgang von 0,3 % bei Gefahrgütern
  • Rhein weiterhin wichtigste Wasserstraße in NRW
Binnenschifffahrt
Tonnage
Güterumschlag

Düsseldorf (IT.NRW). In den nordrhein-westfälischen Binnenhäfen wurden im 1. Halbjahr 2025 insgesamt 49,1 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltschifffahrtstages am 26. September mitteilt, lag der Güterumschlag der Binnenschiffe damit um 2,9 % unter dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Damit setzt sich die rückläufige Entwicklung in der jeweils ersten Jahreshälfte in der NRW-Binnenschifffahrt seit 2022 fort.

Güterumschlag von Binnengüterschiffen in de NRW-Binnenhäfen

Güterumschlag von Erzen, Steinen und Erden um knapp 12 % gesunken

71,7 % der im 1. Halbjahr 2025 umgeschlagenen Güter stammten aus vier Güterabteilungen: 12,7 Millionen Tonnen waren Erze, Steine und Erden, das sind 11,8 % weniger als im gleichen Zeitraum 2024; 11,1 Millionen Tonnen Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (–0,1 %); 6,0 Millionen Tonnen Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (+4,8 %) und 5,5 Millionen Tonnen chemische Erzeugnisse (–2,3 %).

Güterumschlag von Binnengüterschiffen in den NRW-Binnenhäfen

Leichter Rückgang an Gefahrgütern auf NRW-Binnengewässern

Wie das Statistische Landesamt mitteilt, wurden 14,6 Millionen Tonnen Gefahrgut im 1. Halbjahr 2025 in den NRW-Häfen empfangen oder versandt, das waren 0,3 % weniger als von Januar bis Juni 2024. Damit machten Gefahrgüter 29,6 % der insgesamt umgeschlagenen Tonnage aus.

Drei Viertel der Güter wurden in Rhein-Häfen umgeschlagen

Die bedeutendste Binnenwasserstraße in Nordrhein-Westfalen bleibt der Rhein. Von Januar bis Juni 2025 wurden drei Viertel (75,3 %) aller beförderten Güter in Häfen entlang der Wasserstraße umgeschlagen. Auf den Plätzen zwei und drei rangierten das Westdeutsche Kanalgebiet (22,9 %) und der Mittellandkanal (1,7 %). Das Schlusslicht bildete das Wesergebiet (0,1 %).

Je nach Wasserstraße wurden schwerpunktmäßig unterschiedliche Güter umge-schlagen: In den Rhein-Häfen dominierten Erze, Steine und Erden (32,0 %) sowie Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (17,0 %). Auf Binnenschiffen im Westdeutschen Kanalgebiet wurden vor allem Kokerei- und Mineralölerzeugnisse (41,1 %) sowie Kohle, rohes Erdöl und Erdgas (17,0 %) umgeschlagen. Im Mittellandkanal-Gebiet überwogen ebenfalls Erze, Steine und Erden mit 26,4 %, gefolgt von Kokerei- und Mineralölerzeugnissen mit 21,4 %. Auf der Weser machten Landwirtschaftliche Erzeugnisse mit 64,3 % den größten Anteil aus.

Methodische Hinweise

Die Güterverkehrsstatistik der Binnenschifffahrt erfasst Ankünfte und Abgänge von Schiffen mit einer Tragfähigkeit von mindestens 50 Tonnen in deutschen Häfen oder sonstigen Lade- und Löschplätzen, deren Ziel oder Herkunft ein Binnenhafen (Hafen an einer Binnenschifffahrtsstraße) ist.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Das komplette Datenangebot der Binnenschifffahrt finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(282 / 25) Düsseldorf, den 26. September 2025

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