NRW: Herzinsuffizienz 2016 häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Mittwoch, 27. September 2017

NRW: Herzinsuffizienz 2016 häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Im Jahr 2016 wurden mit 4,7 Millionen zwei Prozent mehr Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2016 wurden mit 4,7 Millionen zwei Prozent mehr Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, war - ohne Berücksichtigung der klinischen Versorgung gesunder Neugeborener - die Herzinsuffizienz mit 99 016 Fällen der häufigste Grund für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt. An zweiter Stelle lag Vorhofflattern und -flimmern (73 426 Fälle), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (72 817 Fälle).

Aus nordrhein-westfälischen Krankenhäusern im Jahr 2016 entlassene Patienten
Rang ICD*) Hauptdiagnose insgesamt männlich weiblich
*) Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD−10) -
1) einschließlich klinischer Versorgung gesunder Neugeborener
1 I50   Herzinsuffizienz 99 016 48 845 50 171
2 I48   Vorhofflattern und Vorhofflimmern 73 426 38 230 35 196
3 F10   Psychische und
    Verhaltensstörungen durch Alkohol
72 817 52 579 20 238
4 J44   sonstige chronische
    obstruktive Lungenkrankheit
65 655 34 794 30 861
5 I20   Angina pectoris 61 624 39 487 22 137
6 J18   Pneumonie, Erreger nicht näher bez. 59 542 33 500 26 042
7 I10   Essentielle (primäre) Hypertonie 56 162 29 040 27 122
8 S06   Intrakranielle Verletzung 56 151 18 047 38 104
9 M54   Rückenschmerzen 55 464 22 067 33 397
10 I63   Hirninfarkt 53 880 27 672 26 208
      sonstige Diagnosen1) 4 075 874 1 875 090 2 200 784
    Insgesamt 4 729 611 2 219 351 2 510 260

Das Durchschnittsalter aller 4,7 Millionen im Jahr 2016 in NRW-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten lag bei 54,9 Jahren. Von den Behandelten waren 53,1 Prozent weiblich und 46,9 Prozent männlich. Bei Männern waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (52 579 Fälle) häufigster Anlass für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt, gefolgt von Herzinsuffizienz (48 845 Fälle) und Angina pectoris (39 487 Fälle). Bei Frauen waren Herzinsuffizienz (50 171 Fälle), essentielle (primäre) Hypertonie (38 104 Fälle) und Vorhofflattern und -flimmern (35 196) die häufigsten Diagnosen.

Bei der Betrachtung nach dem Wohnort der Patienten zeigt sich, dass Herzinsuffizienz in 39 der 53 Kreise und kreisfreien Städte der häufigste Anlass für vollstationäre Krankenhausaufenthalte war. In den übrigen Regionen waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Rückenschmerzen, Angina pectoris, Vorhofflattern und Vorhofflimmern oder Schlafstörungen häufigste Hauptdiagnose. (IT.NRW)

(273 / 17) Düsseldorf, den 27. September 2017

Footermap Title