NRW: Herzinsuffizienz 2017 häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Donnerstag, 11. Oktober 2018

NRW: Herzinsuffizienz 2017 häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Im Jahr 2017 wurden mit 4,7 Millionen 0,6 Prozent weniger Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2017 wurden mit 4,7 Millionen 0,6 Prozent weniger Patientinnen und Patienten in nordrhein-westfälischen Krankenhäusern vollstationär behandelt als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war – ohne Berücksichtigung der klinischen Versorgung gesunder Neugeborener – die Herzinsuffizienz mit 100 195 Fällen der häufigste Grund für einen vollstationären Krankenhausaufenthalt. An zweiter Stelle lag Vorhofflattern und -flimmern (76 093 Fälle), gefolgt von psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol (70 828 Fälle).

Aus nordrhein-westfälischen Krankenhäusern im Jahr 2017 entlassene Patienten
Rang ICD*) Hauptdiagnose insgesamt
*) Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD-10)
1) einschließlich klinischer Versorgung gesunder Neugeborener, Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett
1 I50   Herzinsuffizienz 100 195
2 I48   Vorhofflattern und Vorhofflimmern 76 093
3 F10   Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol 70 828
4 J44   sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit 68 535
5 I20   Angina pectoris 59 774
6 J18   Pneumonie, Erreger nicht näher bezeichnet 56 181
7 M54   Rückenschmerzen 56 013
8 S06 Intrakranielle Verletzung 54 384
9 I10   Essentielle (primäre) Hypertonie 54 226
10 I63   Hirninfarkt 53 822
      sonstige Diagnosen1) 4 051 662
    Insgesamt 4 701 713

Das Durchschnittsalter aller 4,7 Millionen im Jahr 2017 in NRW-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten lag bei 55,3 Jahren. Von den Behandelten waren 53,0 Prozent weiblich und 47,0 Prozent männlich.

Bei der Betrachtung nach dem Wohnort der Patienten zeigt sich, dass Herzinsuffizienz in 40 der 53 Kreise und kreisfreien Städte der häufigste Anlass für vollstationäre Krankenhausaufenthalte war. In den übrigen Regionen waren psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Angina pectoris, Vorhofflattern und Vorhofflimmern, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, bösartige Neubildungen der Bronchien und der Lunge, sonstige chronische obstruktive Lungenkrankheit oder obstruktive Uropathie und Refluxuropathie häufigste Hauptdiagnose (IT.NRW)

(294 / 18) Düsseldorf, den 11. Oktober 2018

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