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Montag, 8. Juni 2026

NRW-Industrie: Durchschnittlicher Absatzwert von Mineralölerzeugnissen seit 2022 um 43 % gesunken

  • Produktion sank 2025 um fast 4 %
  • Anteil am bundesweiten Absatzwert sank 2025 auf Zehnjahrestief
  • Produktion im 1. Quartal 2026 zum Vorjahr gesunken
Mineralöl
Treibstoff
Heizöl
Kerosin

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2025 sind 23,4 Millionen Tonnen Mineralölerzeugnisse im Wert von nominal (also nicht preisbereinigt) 8,2 Milliarden Euro hergestellt worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden damit weniger Mineralölerzeugnisse wie zum Beispiel Motorentreibstoffe, Heizöle, Kerosin oder gasförmige Kohlenwasserstoffe produziert als im Vorjahr. Die Absatzmenge war um 951.000 Tonnen bzw. 3,9 % und der nominale Absatzwert um 2,7 Milliarden Euro bzw. 24,5 % niedriger als im Jahr 2024. Gegenüber dem Jahr 2022, dem Jahr des Beginns des Ukrainekrieges, sank die erzeugte Absatzmenge um 11,5 % und der nominale Absatzwert um 49,6 %. Auf die letzten 10 Jahre bezogen sank die Absatzmenge um 9,3 %, während der Absatzwert dagegen um 5,2 % seit 2015 gestiegen ist. Bei den genannten Mengenangaben handelt es sich um die zum Absatz bestimmten Mengen. Im Jahr 2025 haben 28 der 9.625 Betriebe des verarbeitenden Gewerbes in NRW Mineralölerzeugnisse hergestellt; der Schwerpunkt der Produktion lag in den Regierungsbezirken Köln und Münster.

Durchschnittlicher Absatzwert je Tonne seit 2022 um 43 % gesunken

Der durchschnittliche Absatzwert der in NRW produzierten Mineralölerzeugnisse lag im vergangenen Jahr bei nominal 350 Euro je Tonne. Er war damit um 96 Euro bzw. 21,4 % niedriger als im Jahr 2024 mit 446 Euro je Tonne. Seit dem, durch den Ukrainekrieg bedingten, Anstieg im Jahr 2022 auf damals 615 Euro je Tonne sank der durchschnittliche Absatzwert deutlich um 265 Euro bzw. 43,1 %.

NRW-Anteil am gesamtdeutschen Absatzwert von Mineralölerzeugnissen erneut gesunken

Bundesweit wurden 2025 Mineralölerzeugnisse im Wert von 27,5 Milliarden Euro zum Absatz produziert. Der Anteil nordrhein-westfälischer Betriebe am gesamtdeutschen Absatzwert betrug 29,8 % und lag damit auf einem Zehnjahrestief – 2015 hatte der NRW-Anteil noch bei 33,0 % gelegen.

Produktionsrückgang auch im 1. Quartal 2026

Im 1. Quartal 2026 produzierten nach vorläufigen Ergebnissen 24 nordrhein-westfälische Betriebe insgesamt 6,3 Millionen zum Absatz bestimmte Tonnen Mineralölerzeugnisse mit einem nominalen Absatzwert von 2,7 Milliarden Euro. Damit sank die Menge zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 0,3 %, während der Wert um 2,7 % stieg. Der durchschnittliche Absatzwert erhöhte sich im Vergleich zum 1. Quartal 2025 um 3,0 % auf 436 Euro je Tonne.

Hinweise zur Statistik

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbei­tenden Gewerbes mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet. Es handelt sich um nominale (also nicht preisbereinigte) Absatzwerte.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse zur Produktion von Mineralölerzeugnissen für die Jahre 2019 bis 2025 finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

Weitere Ergebnisse zur Produktion von Mineralölerzeugnissen für die Jahre 2015 bis 2018 finden Sie als Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW.

(156 / 26) Düsseldorf, den 8. Juni 2026

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