NRW-Industrie: Metalle und KFZ-Branche mit größten Umsatzrückgängen in den ersten neun Monaten 2025
Düsseldorf (IT.NRW). Die 4.872 nordrhein-westfälischen Industriebetriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten haben in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 einen nominalen (also nicht preisbereinigten) Umsatz von 259 Milliarden Euro erwirtschaftet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,4 % weniger als in den ersten neun Monaten des Jahres 2024. Dabei gingen sowohl die Inlandsumsätze (−2,4 %) als auch die Umsätze im Auslandsgeschäft (−2,3 %) gegenüber Januar bis September 2024 zurück.
| Umsatz und Veränderungsrate zum Vorjahreszeitraum nach drei Quartalen in 2025 | ||
|---|---|---|
| Wirtschaftszweig | Umsatz in Milliarden Euro |
Veränderungsrate zum Vorjahreszeitraum in Prozent |
| Chemische Industrie | 36,1 | −3,2 |
| Maschinenbau | 35,4 | −0,2 |
| Nahrungs- und Futtermittel | 30,8 | +5,0 |
| Metallerzeugung | 29,3 | −6,8 |
| Kraftwagen und Kraftwagenteile | 22,2 | −6,7 |
| Metallerzeugnisse | 21,7 | −0,1 |
| Alle Angaben beziehen sich auf Betriebe mit 50 oder mehr Beschäftigten. | ||
Nur Nahrungsmittelbranche im Plus – Metallerzeugung und -bearbeitung mit deutlichem Minus
Innerhalb der umsatzstärksten Industriebranchen konnte erneut nur die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (30,8 Milliarden Euro; +5,0 %) eine nominale Umsatzsteigerung erzielen. Alle weiteren Branchen verzeichneten hingegen Umsatzrückgänge: Die Metallerzeugung und –bearbeitung musste den prozentual größten Rückgang hinnehmen (29,3 Milliarden Euro; −6,8 %), dicht gefolgt von der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (22,2 Milliarden Euro; −6,7 %). Auch die chemische Industrie (36,1 Milliarden Euro; −3,2 %) und der Maschinenbau (35,4 Milliarden Euro; −0,2 %) konstatierten rückläufige Umsätze.
Beschäftigung um 2,0 % gesunken – Größter Beschäftigungszuwachs in der Nahrungsmittelbranche
In den ersten neun Monaten dieses Jahres waren bei den nordrhein-westfälischen Industriebetrieben durchschnittlich 1.038.468 Personen beschäftigt; das sind 2,0 % weniger Personen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. In den meisten Branchen waren Beschäftigungsrückgänge zu beobachten: Beschäftigungsstärkste Branche war der Maschinenbau (176.979 Personen; 1,3 % weniger als in den ersten neun Monaten 2024). Weitere 128.492 Personen (−1,2 %) waren im Bereich der Herstellung von Metallerzeugnissen beschäftigt. Die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln vermeldete mit 103.950 Personen (+6,7 %) den größten Beschäftigungszuwachs. Bei der Beschäftigungsentwicklung wies die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen mit 57.189 Personen (−9,4 %) erneut den größten Rückgang auf.
Methodische Hinweise
Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 50 oder mehr Beschäftigten.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Weitere Ergebnisse zu Betrieben, Beschäftigten, geleisteten Arbeitsstunden, Bruttoentgelten, Umsatz und Auslandsumsatz nach Wirtschaftsgruppen finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
Weitere Ergebnisse zum Monatsbericht im Verarbeitenden Gewerbe (WZ 2008) finden Sie in der Landesdatenbank NRW.
(337 / 25) Düsseldorf, den 19. November 2025