NRW-Industrie: Nachfrage im August 2021 um 20 Prozent höher als im Jahr zuvor

Dienstag, 5. Oktober 2021

NRW-Industrie: Nachfrage im August 2021 um 20 Prozent höher als im Jahr zuvor

Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im August 2021 preisbereinigt um 20 Prozent höher als im August 2020 und erreichten einen Indexwert von 97,3 Punkten.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im August 2021 preisbereinigt um 20 Prozent höher als im August 2020 und erreichten einen Indexwert von 97,3 Punkten. Gegenüber August 2019 stieg die Nachfrage um 13,7 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Inlandsbestellungen gegenüber August 2020 um knapp 16 Prozent und die Auslandsbestellungen um 24 Prozent.

Veränderung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs im August 2021 im Vergleich zum August 2020
Produzenten von … insgesamt Inland Ausland
in Prozent
  Vorleistungsgütern +15 +11 +18
  Investitionsgütern +33 +29 +36
  Gebrauchsgütern +13 +14 +12
  Verbrauchsgütern +4 −4 +10
Insgesamt +20 +16 +24
  • Tabellarische Daten der Grafik
Auftragseingansindex in der NRW-Industrie
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Indexstand
2015 = 100
August 2019 −11,0 85,6
September 2019 −5,0 91,0
Oktober 2019 −7,6 98,8
November 2019 −9,2 94,0
Dezember 2019 −4,8 84,7
Januar 2020 −5,2 104,3
Februar 2020 +0,4 98,7
März 2020 −8,1 97,7
April 2020 −29,6 69,8
Mai 2020 −25,3 73,4
Juni 2020 −3,1 91,2
Juli 2020 −7,4 93,6
Auguat 2020 −5,3 81,1
September 2020 +7,4 97,7
Oktober 2020 +4,6 103,3
November 2020 +9,3 102,7
Dezember 2020 +18,4 100,3
Januar 2021 −1,1 103,2
Februar 2021 +8,5 107,1
März 2021 +27,7 124,8
April 2021 +54,9 108,1
Mai 2021 +37,9 101,2
Juni 2021 +18,5 108,1
Juli 2021 +11,4 104,3
August 2021 +20,0 97,3

Wie die Übersicht zeigt, entwickelte sich die Nachfrage im August 2021 in fast allen Bereichen positiv. Die Hersteller von Investitionsgütern verbuchten mit (+33 Prozent) das höchste Plus gegenüber August 2020. Dabei stiegen sowohl die Bestellungen aus dem Ausland (+36 Prozent) als auch die Inlandsbestellungen um (+29 Prozent). Im Bereich der Vorleistungs- und Gebrauchsgütern stieg ebenfalls die Nachfrage im In- und Ausland zweistellig an. Auch die Produzenten von Verbrauchsgütern konnten durch ein gutes Auslandgeschäft ein Plus erzielen und dadurch das schwache Inlandsgeschäft ausgleichen.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats- und Vorjahresmonatsvergleich kommen kann. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ab Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt. (IT.NRW)

(391 / 21) Düsseldorf, den 5. Oktober 2021

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