NRW-Industrie: Nachfrage im Juni 2021 um 17 Prozent höher als im Juni 2020

Mittwoch, 4. August 2021

NRW-Industrie: Nachfrage im Juni 2021 um 17 Prozent höher als im Juni 2020

Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im Juni 2021 preisbereinigt um 17 Prozent höher als im Juni 2020 und erreichten einen Indexwert von 106,5 Punkten.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im Juni 2021 preisbereinigt um 17 Prozent höher als im Juni 2020 und erreichten einen Indexwert von 106,5 Punkten. Im Vergleich zu Juni 2019 stieg die Nachfrage um 13 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Inlandsbestellungen gegenüber Juni 2020 um knapp sechs Prozent und die Bestellungen aus dem Ausland um 29 Prozent.

Veränderung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs
im Juni 2021 im Vergleich zum Juni 2020
Produzenten von ... insgesamt Inland Ausland
in Prozent
  Vorleistungsgütern +33 +31 +35
  Investitionsgütern +2 −21 +32
  Gebrauchsgütern +15 +24 +9
  Verbrauchsgütern −8 −3 −11
Insgesamt +17 +6 +29
  • Tabellarische Daten der Grafik
Auftragseingangsindex in der NRW-Industrie
Monat Zu- bzw. Abnahme*) in Prozent Indexstand
2015 = 100
Juni 2019 –11,6 94,1
Juli 2019 –3,3 101,1
August 2019 –11,0 85,6
September 2019 –5,0 91,0
Oktober 2019 –7,6 98,8
November 2019 –9,2 94,0
Dezember 2019 –4,8 84,7
Januar 2020 –5,2 104,3
Februar 2020 +0,4 98,7
März 2020 –8,1 97,7
April 2020 –29,6 69,8
Mai 2020 –25,3 73,4
Juni 2020 –3,1 91,2
Juli 2020 –7,4 93,6
August 2020 –5,3 81,1
September 2020 +7,4 97,7
Oktober 2020 +4,6 103,3
November 2020 +9,3 102,7
Dezember 2020 +18,4 100,3
Januar 2021 –1,1 103,2
Februar 2021 +8,5 107,1
März 2021 +27,7 124,8
April 2021 +54,9 108,1
Mai 2021 +37,9 101,2
Juni 20211) +16,8 106,5
* gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat; 1) vorläufige Ergebnisse

Wie die Übersicht zeigt, entwickelte sich die Nachfrage im Juni 2021 unterschiedlich. Die Hersteller von Vorleistungsgütern verbuchten im In- und Ausland mit +33 Prozent das höchste Plus. Im Bereich der Gebrauchsgüter stieg die Nachfrage um 15 Prozent an. Die Produzenten von Investitionsgütern konnten durch ein überdurchschnittlich hohes Auslandsgeschäft (+32 Prozent) die rückläufige Inlandsnachfrage ausgleichen. Für den Verbrauchsgüterbereich war im Juni 2021 aufgrund rückläufiger Bestelleingänge sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland ein um acht Prozent niedrigeres Ergebnis als im entsprechenden Vorjahresmonat zu konstatieren.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats- und Vorjahresmonatsvergleich kommen kann. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ab Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt. (IT.NRW)

(300 / 21) Düsseldorf, den 4. August 2021

Footermap Title