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NRW-Industrie: Produktion im April 2024 um 3,6 Prozent gestiegen

Arbeiter im Blaumann auf einem Industriegelände
Mittwoch, 5. Juni 2024

NRW-Industrie: Produktion im April 2024 um 3,6 Prozent gestiegen

Die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen stieg um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Düsseldorf (IT. NRW). Die Produktion der NRW-Industrie ist im April 2024 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 3,6 Prozent gegenüber April 2023 gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszeigen im April 2024 um 8,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Produktion in der restlichen Industrie stieg gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 1,1 Prozent.

Veränderung der Produktion in der NRW-Industrie im April 2024

Im Vergleich zu April 2023 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im April 2024 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die chemische Industrie ein Produktionsanstieg von 31,0 Prozent ermittelt. In der Kokerei und Mineralölverarbeitung war ein Produktionsanstieg von 4,3 Prozent zu vermelden. In der Metallerzeugung sank die Produktion dagegen um 5,9 Prozent.

In den Branchen der übrigen Industrie waren ebenfalls unterschiedliche Entwicklungen zu konstatieren: Im Bereich Herstellung von Datenverarbeitungs-Geräten sowie elektronischen und optischen Erzeugnissen konnte ein Produktionsplus von 7,4 Prozent erzielt werden. Die Produktionsleistung im Bereich Getränkeherstellung stieg um 6,6 Prozent. Im Bereich Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gab es hingegen einen Produktionsrückgang (−22,0 Prozent). Auch bei der Herstellung von Bekleidung wurde ein Rückgang verzeichnet (−8,4 Prozent). Die Produktion im Bereich Herstellung von Metallerzeugnissen ging ebenfalls zurück (−5,8 Prozent).

Produktionsindizes in der NRW-Industrie

Im Vergleich zu Februar 2022 sank die Produktion in der energieintensiven Industrie im April 2024 um 3,7 Prozent; in der übrigen Industrie ging die Produktion in diesem Zeitraum um 2,3 Prozent zurück.

Der überdurchschnittliche Produktionsanstieg in der chemischen Industrie ist überwiegend auf einen Sondereffekt zurückzuführen. Ab dem Berichtsmonat Januar 2024 hat IT.NRW für die Indizes des Verarbeitenden Gewerbes die Umbasierung des Basisjahres vorgenommen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse auf dem neuen Basisjahr 2021 = 100 ersetzen diese die bis zu dem Zeitpunkt veröffentlichten Ergebnisse mit dem Basisjahr 2015. Regelmäßig stellen Statistikinstitutionen ihre Indexberechnungen auf neue Bezugsjahre um. IT.NRW gewährleistet durch die fristgerechte Aktualisierung die Vergleichbarkeit der nordrhein-westfälischen Ergebnisse. Diese Pressemitteilung zur Entwicklung der Produktionsindizes in der NRW-Industrie ist auf Basis vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die revidierten endgültigen Ergebnisse für den jeweiligen Berichtsmonat werden i.d.R. zehn Werktage nach den vorläufigen Daten veröffentlicht. Endgültige Ergebnisse können in der Landesdatenbank NRW abgerufen werden.

Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren (ohne Möbel). Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft.

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)

(166 / 24) Düsseldorf, den 5. Juni 2024

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