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Freitag, 5. Juni 2026

NRW-Industrie: Produktion im April 2026 um 2,6 % gestiegen

  • Energieintensive mit 3,9 % und übrige Industrie mit 2,1 % im Plus
  • Produktionsanstiege in der Metallerzeugung und -bearbeitung und der Chemie, Rückgang in der Kokerei- und Mineralölverarbeitung
  • Maschinenbau im Plus, KFZ-Industrie rückläufig
Industrie
Produktion
Energieintensive
Wirtschaftszweige

Düsseldorf (IT.NRW). Die Produktion der NRW-Industrie ist im April 2026 nach vorläufigen Ergebnissen kalender- und saisonbereinigt um 2,6 % gegenüber März 2026 gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Produktion in den energieintensiven Wirtschaftszweigen um 3,9 %. Die Produktion in der übrigen Industrie stieg gegenüber dem entsprechenden Vormonat um 2,1 %. Verglichen mit dem Vorjahresmonat ging die Produktion um 1,9 % zurück. Die der energieintensiven Industrie stieg um 0,9 %; die Produktion der übrigen Industrie war hingegen um 3,3 % rückläufig.

Produktionsindizes in der NRW-Industrie im April 2026, vorläufige Ergebnisse

Metallerzeugung und -bearbeitung und Chemie mit Produktionsanstiegen von 6,5 % bzw. 5,8 %, Kokerei und Mineralölverarbeitung um 4,5 % rückläufig

Im Vergleich zu März 2026 waren in NRW für die energieintensiven Branchen im April 2026 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Innerhalb der energieintensiven Branchen wurde für die Metallerzeugung und -bearbeitung ein Produktionsanstieg von 6,5 % ermittelt. Die chemische Industrie vermeldete ein Produktionsplus von 5,8 %. In der Kokerei und Mineralölverarbeitung sank die Produktion hingegen um 4,5 %. Die Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden verzeichnete einen Rückgang von 3,1 %.

Maschinenbau stieg um 12,5 %, KFZ-Industrie sank um 10,4 %

Auch in den Branchen der übrigen Industrie zeigten sich unterschiedliche Entwicklungen: Im Maschinenbau wurde ein Produktionsplus von 12,5 % erzielt. Die Produktionsleistung der Möbelherstellung stieg um 6,5 % und die der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen um 6,0 %. Die KFZ-Industrie konstatierte hingegen einen Produktionsrückgang von 10,4 %. Die Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen musste Produktionseinbußen in Höhe von 6,8 % hinnehmen.

Im Vergleich zu Februar 2022, zu Beginn des Krieges in der Ukraine, sank die Produktion im April 2026 insgesamt um 11,9 % (–14,0 % in der energieintensiven Industrie; –10,5 % in der übrigen Industrie).

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, lag der revidierte kalender- und saisonbereinigte Wert für den Berichtsmonat März 2026 um 0,4 % unter dem Vormonats- und 7,3 % unter dem Vorjahreswert.

Hinweise zur Statistik

Der Produktionsindex ist ein aktueller Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in NRW. Diese Pressemitteilung zur Entwicklung der Produktionsindizes in der NRW-Industrie ist auf Basis vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die revidierten Ergebnisse für den jeweiligen Berichtsmonat, welche erste Korrekturen und Nachmeldungen der Betriebe enthalten, werden i. d. R. zehn Werktage nach den vorläufigen Daten veröffentlicht. Weitere Aktualisierungen der Daten sind durch Quartals- und Jahresrevisionen bis zum endgültigen Jahresabschluss im April des Folgejahres möglich, dann wird abschließend das endgültige Ergebnis erstellt. Revidierte und endgültige Werte sind in der Landesdatenbank NRW und auch im KonjunkturMonitor NRW verfügbar.

Energieintensive Industriebereiche sind Wirtschaftszweige mit einem vergleichsweise hohen Energieverbrauch je produzierter Einheit. Hierzu zählen die Herstellung von chemischen Erzeugnissen, die Metallerzeugung, die Kokerei und Mineralölverarbeitung, die Herstellung von Glas- und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erden, die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus sowie die Herstellung von Holz-, Flecht-, Korb- und Korkwaren ohne Möbel. Alle übrigen Industriebranchen wurden hier als nicht energieintensiv eingestuft und als übrige Industrie benannt. 

Über IT.NRW

 Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.  (IT.NRW)

(154 / 26) Düsseldorf, den 5. Juni 2026

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