NRW-Industrienachfrage im September 2021 um sechs Prozent gestiegen

Donnerstag, 4. November 2021

NRW-Industrienachfrage im September 2021 um sechs Prozent gestiegen

Die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs waren im September 2021 preisbereinigt um 6,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im September 2021 preisbereinigt um 6,0 Prozent höher als im September 2020 und erreichten einen Indexwert von 103,6 Punkten. Gegenüber September 2019 stieg die Nachfrage um 13,8 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen im September 2021 die Inlandsbestellungen binnen Jahresfrist um knapp fünf Prozent und die Auslandsbestellungen um sieben Prozent.

Veränderung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs
im September 2021 im Vergleich zum September 2020
Produzenten von … insgesamt Inland Ausland
in Prozent
  Vorleistungsgütern +4 +2 +6
  Investitionsgütern +9 +12 +8
  Gebrauchsgütern −8 −5 −10
  Verbrauchsgütern +11 −2 +20
Insgesamt +6 +5 +7
  • Tabellarische Daten der Grafik
Auftragseingansindex in der NRW-Industrie
Monat Veränderung zum Vorjahresmonat
in Prozent
Indexstand
2015 = 100
September 2019 −5,0 91,0
Oktober 2019 −7,6 98,8
November 2019 −9,2 94,0
Dezember 2019 −4,8 84,7
Januar 2020 −5,2 104,3
Februar 2020 +0,4 98,7
März 2020 −8,1 97,7
April 2020 −29,6 69,8
Mai 2020 −25,3 73,4
Juni 2020 −3,1 91,2
Juli 2020 −7,4 93,6
August 2020 −5,3 81,1
September 2020 +7,4 97,7
Oktober 2020 +4,6 103,3
November 2020 +9,3 102,7
Dezember 2020 +18,4 100,3
Januar 2021 −1,1 103,2
Februar 2021 +8,5 107,1
März 2021 +27,7 124,8
April 2021 +54,9 108,1
Mai 2021 +37,9 101,2
Juni 2021 +18,5 108,1
Juli 2021 +11,4 104,3
August 2021 +20,1 97,4
September 2021*) +6,0 103,6
*) vorläufige Ergebnisse

Wie die Übersicht zeigt, entwickelte sich die Nachfrage im September 2021 in drei der vier Industriebereiche positiv: Die Hersteller von Verbrauchsgütern verbuchten mit elf Prozent das höchste Plus gegenüber September 2020. Hier stiegen die Bestellungen aus dem Ausland um 20 Prozent, während die Inlandsbestellungen um zwei Prozent niedriger waren als ein Jahr zuvor. Im Bereich der Investitionsgüter (+9 Prozent) und der Vorleistungsgüter (+4 Prozent) stieg sowohl die Nachfrage aus dem Inland als auch aus dem Ausland an. Bei Gebrauchsgütern führten Nachfragerückgänge aus dem In- und Ausland zu einem um acht Prozent niedrigeren Auftragseingang als vor einem Jahr.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats- und Vorjahresmonatsvergleich kommen kann. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ab Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt. (IT.NRW)

(429 / 21) Düsseldorf, den 4. November 2021

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