NRW-Industrienachfrage war im März 2021 rund 27 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Mittwoch, 5. Mai 2021

NRW-Industrienachfrage war im März 2021 rund 27 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im März 2021 preisbereinigt rund 27 Prozent höher als im März 2020.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Auftragseingänge im nordrhein-westfälischen Verarbeitenden Gewerbe waren im März 2021 preisbereinigt rund 27 Prozent höher als im März 2020 und erreichten einen Indexwert von 123,7 Punkten; gegenüber März 2019 betrug die preisbereinigte Steigerungsrate 16 Prozent. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, stiegen die Inlandsbestellungen gegenüber März 2020 um 23 Prozent und die Auslandsorders um 29 Prozent.

Veränderung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe NRWs
im März 2021 im Vergleich zum März 2020
Produzenten von … insgesamt Inland Ausland
in Prozent
  Vorleistungsgütern +18 +23 +12
  Investitionsgütern +41 +29 +50
  Gebrauchsgütern +8 +6 +8
  Verbrauchsgütern +45 +6 +75
Insgesamt +27 +23 +29
  • Tabellarische Daten der Grafik
Auftragseingangsindex in der NRW-Industrie
Monat Zu- bzw. Abnahme*)
in Prozent
Indexstand
2015 = 100
*) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat;
**) vorläufige Ergebnisse
März 2019 −5,8 106,3
April 2019 −5,4 99,2
Mai 2019 −1,8 98,2
Juni 2019 −11,6 94,1
Juli 2019 −3,3 101,1
August 2019 −11,0 85,6
September 2019 −5,0 91,0
Oktober 2019 −7,6 98,8
November 2019 −9,2 94,0
Dezember 2019 −4,8 84,7
Januar 2020 −5,2 104,3
Februar 2020 +0,4 98,7
März 2020 −8,1 97,7
April 2020 −29,6 69,8
Mai 2020 −25,3 73,4
Juni 2020 −3,1 91,2
Juli 2020 −7,4 93,6
August 2020 −5,3 81,1
September 2020 +7,4 97,7
Oktober 2020 +4,6 103,3
November 2020 +9,3 102,7
Dezember 2020 +18,4 100,3
Januar 2021 −1,1 103,2
Februar 2021 +8,5 107,1
März 2021**) +26,6 123,7

Wie die Übersicht zeigt, entwickelte sich die Nachfrage in allen Bereichen u. a. aufgrund von Großaufträgen aus dem Ausland positiv: Die Hersteller von Verbrauchsgütern verbuchten mit +45 Prozent gegenüber März 2020 das höchste Plus. Aber auch bei den Investitions- (+41 Prozent) und Vorleistungsgüterproduzenten (+18 Prozent) lag der Nachfragezuwachs im zweistelligen Prozentbereich. Im Gebrauchsgütersektor (+8 Prozent) fielen die Bestellungen ebenfalls höher aus als ein Jahr zuvor.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass es in der aktuellen Corona-Krise – insbesondere in den Lockdownphasen – zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats- und Vorjahresmonatsvergleich kommen kann. Um einen aussagekräftigen Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird ab Berichtsmonat März 2021 zusätzlich ein Vergleich zu den entsprechenden Monatsergebnissen des Jahres 2019 dargestellt. (IT.NRW)

(156 / 21) Düsseldorf, den 5. Mai 2021

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