In NRW lebte Ende 2020 fast die Hälfte der Bevölkerung in Großstädten

Montag, 31. Oktober 2022

In NRW lebte Ende 2020 fast die Hälfte der Bevölkerung in Großstädten

46,6 Prozent der NRW-Bevölkerung lebte Ende 2020 in Großstädten, im Bundesdurchschnitt waren dies 32,0 Prozent.

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2020 lebten in Nordrhein-Westfahlen rund 8,4 Millionen Menschen in Großstädten. Das waren 46,6 Prozent der Gesamtbevölkerung des Landes. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Welttags der Städte am 31.10.2022 mitteilt, hat NRW damit im Vergleich aller Flächenländer Deutschlands den höchsten Anteil von Großstädtern an der Bevölkerung. Ende 2020 wohnten im Bundesdurchschnitt 32,0 Prozent der Bevölkerung in Großstädten; ohne die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen gerechnet reduziert sich diese Quote auf 26,5 Prozent.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Bevölkerung am 31.12.2020
Region Anteil der Großstädter
an der Gesamtbevölkerung
am 31.12.2020
Nordrhein-Westfalen 46,6 %
Deutschland 32,0 %
Flächenländer 26,5 %

Ende 2020 gab es in NRW 30 Großstädte; 13 davon befanden sich im Ruhrgebiet. Als Großstädte werden laut Bundesinstitut für Bau-, Stadt und Raumforschung Städte bezeichnet, in denen mindestens 100 000 Menschen leben. Deutschlandweit gab es Ende 2020 insgesamt 80 Städte, die diese Einwohnerzahl erreichten. Mehr als jede dritte Großstadt in Deutschland lag damit in Nordrhein-Westfalen.

Sowohl die Zahl der Großstädte als auch die der Großstädter ist in NRW in den vergangenen zwei Jahrzehnten relativ konstant geblieben. So hatten Ende 2000 bereits 8,3 Millionen Menschen in 30 nordrhein-westfälischen Großstädten gewohnt.

In den einzelnen Großstädten Nordrhein-Westfalens hat sich die Bevölkerungszahl allerdings unterschiedlich entwickelt: In allen Ruhrgebietsgroßstädten ist die Bevölkerungszahl seit Beginn des Jahrtausends zurückgegangen. Auch die Einwohnerzahlen der Großstädte im Bergischen Städtedreieck (Wuppertal, Remscheid, Solingen), die der niederrheinischen Großstädte Mönchengladbach und Krefeld sowie die der südöstlichsten des Landes, Siegen, gingen zurück. Insgesamt verzeichneten 19 der 30 NRW-Großstädte gegenüber dem Jahr 2000 niedrigere Bevölkerungszahlen.

Höhere Einwohnerzahlen als Ende 2000 verzeichneten dagegen die Großstädte in Ostwestfalen und dem Münsterland (Paderborn, Gütersloh, Bielefeld, Münster) und im Rheinland (Köln, Bonn, Leverkusen) sowie die Städte Aachen, Bergisch Gladbach, Neuss und die Landeshauptstadt Düsseldorf. Den stärksten prozentualen Zuwachs der Bevölkerungszahl gegenüber dem Jahr 2000 gab es in Münster (+19,1 Prozent). Den höchsten Rückgang verzeichnete die Stadt Recklinghausen (−11,3 Prozent). Die Zahlen beruhen auf den Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung zu den Stichtagen 31.12.2000 und 31.12.2020. (IT.NRW)

(440 / 22) Düsseldorf, den 31. Oktober 2022

  • Die Bevölkerungszahlen für alle Gemeinden in Deutschlands sind in der Regionaldatenbank abrufbar.
  • Für Nordrhein-Westfalen stehen darüber hinaus auch bereits Ergebnisse der Bevölkerungsfortschreibung für den Stichtag 31.12.2021 auf Gemeindeebene in der Landesdatenbank NRW.

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