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Dienstag, 14. Juli 2026

NRW: Mehr als 70 % der aus der Natur entnommenen Rohstoffe wurden 2024 nicht verwertet

  • Insgesamt wurden 403,7 Mio. Tonnen entnommene Rohstoffe nicht verwertet
  • 90 % der Entnahme entfiel auf Abraum und Bergematerial fossiler Energieträger
  • Deutschlandweit sank Rohstoffentnahme zwischen 2023 und 2024 um 8,1 %
Rohstoffentnahme
Braunkohle
Umweltökonomische Gesamtrechnungen
Umwelt

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 wurden 403,7 Millionen Tonnen bzw. 70,8 % der aus der inländischen Natur entnommenen Rohstoffe in Nordrhein-Westfalen nicht verwertet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, entfiel der Großteil mit 90 % auf Abraum und Bergematerial von fossilen Energieträgern. Dagegen wurden 166,6 Millionen Tonnen der Entnahmen verwertet: 26,3 % entfiel auf Braunkohle und 58,6 % auf Steine, Erden und Industrieminerale. Nicht verwertete Rohstoffe werden nach Entnahme wieder zurück in die Natur eingebracht, ohne in den Produktions- und Konsumprozess gelangt zu sein.

Verwertete Rohstoffentnahme in Brandenburg um 16,3 % gesunken

Mecklenburg-Vorpommern erhöhte seine verwertete Rohstoffentnahme im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 3,7 % auf 30,4 Millionen Tonnen, wobei 0,2 % weniger abiotische Rohstoffe entnommen wurden und 7,9 % mehr biotische. Abiotische Rohstoffe sind nicht erneuerbare Rohstoffe, beispielsweise fossile Energieträger. Biotische Rohstoffe sind erneuerbare, natürlich vorkommende Stoffe tierischer oder pflanzlicher Herkunft. Den größten Rückgang gab es mit 16,3 % in Brandenburg vor allem durch einen Rückgang der Entnahme fossiler Rohstoffe.

Inländische Rohstoffentnahme 2024 nach Bundesländern in Millionen Tonnen
Inländische Rohstoffentnahme 2024 nach Bundesländern in Prozent

Deutschlandweit sank Rohstoffentnahme zwischen 2023 und 2024 um 8,1 %

Die deutschlandweite Rohstoffentnahme sank im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 % auf 2,0 Milliarden Tonnen. Dabei nahm die verwertete inländische Rohstoffentnahme um 2,9 % sowie die nicht verwertete inländische Rohstoffentnahme um 11,6 % gegenüber dem Jahr 2023 ab. Im Jahr 2024 nahm die verwertete Entnahme abiotischer Rohstoffe in der Summe der Länder um 4,6 % ab. Die verwertete Entnahme biotischer Rohstoffe stieg in der Summe der Länder um 1,8 %. 

Hinweise zur Statistik

Die Daten stammen aus den Umweltökonomischen Gesamtrechnungen der Länder. Die nicht verwerteten Rohstoffe werden zusammen mit den verwerteten Rohstoffen (außer Bodenaushub) der inländischen Natur entnommen, jedoch wieder in die Natur eingebracht, ohne in den Produktions- und Konsumprozess gelangt zu sein. Hierunter werden z. B. der Abraum der Braunkohle, das Bergematerial von fossilen Energieträgern und mineralischen Rohstoffen, Beifang aus der Hochsee- und Küstenfischerei oder Stroh, das bei der Getreideernte anfällt, jedoch auf dem Feld verbleibt und wieder in den Boden eingearbeitet wird, ausgewiesen.

Die verwerte inländische Rohstoffentnahme setzt sich aus der verwerteten Entnahme abiotischer Rohstoffe, also der Entnahme fossiler Energieträger und mineralischer Rohstoffe, und der verwerteten Entnahme biotischer Rohstoffe, also der Entnahme pflanzlicher sowie tierischer Biomasse, zusammen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Ergebnisse finden Sie in der Regionaldatenbank Deutschland.

(199 / 26) Düsseldorf, den 14. Juli 2026

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