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Vater wird von seiner Tochter gefüttert
Dienstag, 27. Mai 2025

NRW: Mehr als 90 % der erwerbstätigen Väter mit minderjährigen Kindern im Haushalt arbeiteten 2024 in Vollzeit

  • Teilzeitarbeitsquote zwischen Vätern und Müttern unterscheidet sich deutlich
  • Mehr als 93.000 Väter in NRW bezogen 2024 Elterngeld
  • Rund drei Viertel der Väter mit Elterngeldbezug hatten Anspruch auf mindestens 1.000 Euro im Monat

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 waren 89,5 % der insgesamt 1,52 Millionen Väter in Nordrhein-Westfalen mit minderjährigen Kindern im Haushalt erwerbstätig. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Vatertags am 29. Mai auf Basis von Erstergebnissen des Mikrozensus 2024 mitteilt, waren 91,3 % der erwerbstätigen Väter in Vollzeit und 8,7 % in Teilzeit tätig. Dagegen waren Mütter mit minderjährigen Kindern im Haushalt zu zwei Dritteln (66,5 %) erwerbstätig, lediglich 28,1 % davon in Vollzeit.

Die Teilzeitquote von Vätern variiert nur wenig mit dem Alter des jüngsten Kindes

Von den erwerbstätigen Vätern mit jüngstem Kind im Alter von unter drei Jahren arbeiteten 8,9 % in Teilzeit. War das jüngste Kind drei bis fünf Jahre alt, lag die Teilzeitquote mit 9,5 % höher als in allen anderen Altersgruppen. In den nachfolgenden Altersgruppen sank der Teilzeitanteil der Väter wieder. Dieser Verlauf über die Altersgruppen zeigt sich auch bei den erwerbstätigen Müttern, allerdings bei insgesamt deutlich höheren Teilzeitquoten.

Erwerbstätige Väter und Mütter mit minderjährigen Kindern in NRW 2024 nach Teilzeitanteil und Alter des jüngsten Kindes im Haushalt

Mehr als 93.000 Väter bezogen 2024 Elterngeld – im Schnitt für 4,1 Monate

Laut der Statistik zum Elterngeld empfingen 93.560 Väter von Säuglingen und Kleinkindern in NRW im Jahr 2024 Leistungen in Form von Basiselterngeld und/oder Elterngeld Plus. In NRW gab es insgesamt 380.071 Beziehende; der sog. Väteranteil lag damit bei 24,6 %. Das Elterngeld soll Mütter und Väter unterstützen, die ihr Kind nach der Geburt selbst betreuen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sein können.

Die männlichen Elterngeldbeziehenden planten, die Leistung im Schnitt 4,1 Monate in Anspruch zu nehmen. Zum Vergleich: Bei den Frauen lag die durchschnittliche geplante Bezugsdauer bei 15,0 Monaten.

Zahl der Elterngeldempfänger(innen) in NRW 2024 nach Höhe des monatlichen Elterngeldanspruchs

Rund drei Viertel der Väter, die Elterngeld bezogen, hatten Anspruch auf mindestens 1.000 Euro monatlich; ein Viertel kam sogar auf 1.800 Euro und mehr pro Monat. Anders war dies bei den Müttern: Rund zwei Drittel von ihnen hatten einen monatlichen Elterngeldanspruch von weniger als 1.000 Euro.

Methodische Hinweise

Die hier vorgestellten Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit basieren auf dem Mikrozensus, einer seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Betrachtet werden Eltern mit mindestens einem im Haushalt lebenden minderjährigen Kind. Dargestellt wird hier das Konzept der realisierten Erwerbstätigkeit: Eltern, die ihr bestehendes Erwerbsverhältnis aufgrund von Mutterschutz oder Elternzeit unterbrochen haben, gelten als (zeitweise) nicht erwerbstätig. Weitere Informationen zum Mikrozensus.

Grundlage der Auswertung zum Elterngeld sind die Ergebnisse der Elterngeldstatistik des Statistischen Bundesamtes. Die Höhe des Basiselterngeldes hängt vom durchschnittlich verfügbaren Erwerbseinkommen im Jahr vor der Geburt ab und beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro monatlich. Elterngeld Plus kann doppelt so lange bezogen werden wie das Basiselterngeld, fällt jedoch in der Regel geringer aus. Der Väteranteil gibt den Anteil der Männer an allen Elterngeldbeziehern und -bezieherinnen wieder. Mehr Informationen zum Elterngeld

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW) 

Ergebnisse zur Zahl der Elterngeldempfänger(innen) nach Geschlecht und Höhe des monatlichen Elterngeldanspruchs für kreisfreie Städte und Kreise finden sich in der Excel-Datei aus der Landesdatenbank NRW

Weitere Ergebnisse der Statistik zum Elterngeld finden sich in der Landesdatenbank NRW.
 

(144 / 25) Düsseldorf, den 27. Mai 2025

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