Landesbetrieb IT.NRW
IT-Dienstleister und Statistik
Dienstag, 3. Februar 2026

NRW: Nahezu ein Drittel der Beschäftigten war 2025 in Teilzeit tätig

  • Knapp 15 % mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (SvB) insgesamt seit 2015.
  • Zuwachsrate bei Männern in Teilzeit mit über 60 % höher als bei Frauen.
  • Kreisfreie Städte wiesen keine tendenziell höheren Teilzeitquoten auf als Gemeinden.
Arbeitsmarkt
Beschäftigung
Teilzeit

Hinweis: In einer früheren Version der Tabelle waren die Rangziffern in umgekehrter Reihenfolge angegeben.

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen waren zum Stichtag 30. Juni 2025 insgesamt rund 7,3 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt; das waren 14,7 % mehr als am 30.06.2015 (damals 6,4 Millionen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand von Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilt, fiel der landesweite Zuwachs der SvB bei Frauen mit 16,9 % höher aus als bei Männern (+12,9 %).

Teilzeitbeschäftigung hat bei Männern stärker zugenommen als bei Frauen

Die Teilzeitquote, d. h. der Anteil an SvB, die hauptberuflich in Teilzeit arbeiten, lag in NRW im Juni 2025 insgesamt bei 30,4 %, das waren 4,7 Prozentpunkte mehr als im Juni 2015 (damals: 25,7 %). Die Teilzeitquote hat sich bei den Beschäftigten beider Geschlechter seit 2015 erhöht und betrug 2025 bei Männern 13,9 % und bei Frauen 49,9 %.

Im Juni 2025 waren in NRW rund 550.100 Männer in Teilzeit tätig; dies entspricht einer Zuwachsrate von 63,4 % (2015: rund 336.700). Etwa 1,7 Millionen Frauen waren zur Mitte des vergangenen Jahres teilzeitbeschäftigt, das sind 28,5 % mehr als 10 Jahre zuvor (2015: rund 1,3 Millionen). Teilzeitbeschäftigt ist, wer regelmäßig weniger arbeitet, als durch die wöchentliche Regelarbeitszeit vorgegeben.

Niedrigste Teilzeitquote in der Stadt Rheda-Wiedenbrück – höchste Quote in der Gemeinde Sonsbeck

Die regionale Verteilung zeigt eine vergleichsweise schwach ausgeprägte Teilzeitquote der Beschäftigten in den südlich gelegenen Gemeinden des Märkischen Kreises, sowie in einigen Gemeinden der Kreise Olpe und Siegen-Wittgenstein zum 30. Juni 2025. Auch in den Kreisen Hochsauerland, Soest und Gütersloh wiesen Gemeinden, von wenigen Ausnahmen abgesehen, einen tendenziell geringeren Anteil an Teilzeitbeschäftigung auf. Am unteren Ende der Rangfolge aller kreisfreien Städte und Gemeinden in NRW, rangieren die Städte Rheda-Wiedenbrück (15,6 %), Verl (15,8 %), und Hallenberg (16,0 %). Die höchste Teilzeitbeschäftigtenquote entfiel mit 51,5 % auf die Gemeinde Sonsbeck im Kreis Wesel.

Die Teilzeitquoten insgesamt haben 2025, verglichen mit den entsprechenden Ergebnissen der Jahresmitte 2015, in 371 von 396 Gemeinden des Landes zugenommen. Die kreisfreien Städte in NRW wiesen mit einer Anteilsspanne von 26,0 % in Düsseldorf bis 34,8 % in Bielefeld keine tendenziell höheren Teilzeitquoten auf als die der Gemeinden.

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (am Arbeitsort) nach Beschäftigungsumfang und Geschlecht in Nordrhein-Westfalen

Hinweise zur Statistik

Die Beschäftigungsstatistik gibt Auskunft über die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB). Geschlecht, Ausbildung, Nationalität, Wirtschaftszweig sowie Voll-/Teilzeitbeschäftigung sind zentrale Merkmale, die erhoben werden. Die Daten werden von der Bundesagentur für Arbeit (BA) bezogen und halbjährlich zu den Stichtagen 30.06. und 31.12. bis auf Gemeindeebene bereitgestellt. Es werden statistische Ergebnisse über die SvB mit Arbeitsort in Nordrhein-Westfalen dargestellt. Nicht zu den SvB zählen Personen mit geringfügiger Beschäftigung (sog. „Minijobber”), Beamte sowie Selbstständige und mithelfende Familienangehörige. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind sozialversicherungspflichtig, wenn sie in die Kranken- oder Rentenversicherung einzahlen oder nach dem Recht der Arbeitsförderung Beiträge einzahlen.

Weitere Informationen und methodische Erläuterungen finden Sie auf unserer Statistikseite.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Kreisergebnisse zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Wirtschaftsabschnitten, Geschlecht, Nationalität und Beschäftigungsumfang finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

(028 / 26) Düsseldorf, den 03. Februar 2026

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