NRW: Preise für Bauleistungen an Wohngebäuden waren im August 2021 um 10,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Mittwoch, 13. Oktober 2021

NRW: Preise für Bauleistungen an Wohngebäuden waren im August 2021 um 10,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor

Höchster Anstieg der Baupreise seit November 2007.

Düsseldorf (IT.NRW). Der Baupreisindex für Wohngebäude (Bauleistungen am Bauwerk) in Nordrhein-Westfalen war im August 2021 um 10,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, erreichte der Baupreisindex einen Wert von 124,3 Punkten (berechnet auf der Basis 2015 = 100).

Neben den gestiegenen Materialpreisen ist ein Teil des Preisanstiegs gegenüber dem Vorjahresmonat auf die Rückkehr zum ursprünglichen Regelsteuersatz bei der Mehrwertsteuer seit Januar 2021 zurückzuführen. Ohne diese Mehrwertsteueränderung hätte die Preissteigerung rein rechnerisch 8,0 Prozent betragen.

Preisindizes für Bauleistungen an ausgewählten Bauwerken
in Nordrhein-Westfalen (Basisjahr 2015 = 100)
Preisindex für ... Indexstand
im August 2021
Zu- (+) bzw. Abnahme (–)
August 2021 gegenüber
August 2020 Mai 2021
Wohngebäude 124,3 +10,8 % +3,3 %
  Rohbauarbeiten 128,6 +13,2 % +4,2 %
  Ausbauarbeiten 120,9 +8,9 % +2,6 %
Bürogebäude 125,5 +11,1 % +3,5 %
Gewerbliche Betriebsgebäude 127,2 +11,8 % +3,8 %
Schönheitsreparaturen in Wohnungen 112,3 +5,5 % +0,8 %
Straßenbau 129,4 +8,4 % +2,2 %

Preistreiber bei den Rohbauarbeiten waren die Betonarbeiten (16,0 Prozent) und die Zimmer- und Holzbauarbeiten (38,6 Prozent). Bei den Ausbauarbeiten verzeichneten die Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen (14,1 Prozent) und die Estricharbeiten (14,7 Prozent) den stärksten Anstieg.

Gegenüber Mai 2021 stiegen die Preise für Bauleistungen am Bauwerk bei Wohngebäuden um 3,3 Prozent und bei Bürogebäuden um 3,5 Prozent. Bei gewerblichen Betriebsgebäuden wurde ein Anstieg von 3,8 Prozent ermittelt. Bauleistungen im Straßenbau waren im August um 2,2 Prozent teurer als im Mai. (IT.NRW)

(399 / 21) Düsseldorf, den 13. Oktober 2021

Footermap Title