NRW: Rund 42 % der Schulabgängerinnen erlangten Abitur – bei Schulabgängern waren es rund 33 %
Düsseldorf (IT.NRW). Am Ende des Schuljahres 2023/24 haben 181.230 Schulabgängerinnen und Schulabgänger die allgemeinbildenden Schulen (ohne Weiterbildungskolleg) in Nordrhein-Westfalen verlassen. Mehr als jede/-r Dritte von ihnen machte das Abitur. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es jedoch Unterschiede bei den Geschlechtern. Von den 89.350 weiblichen Personen, die die Schule verließen, erlangten 41,8 % die allgemeine Hochschulreife. Von den 91.880 männlichen Schulabgängern machten 32,9 % das Abitur.
| Schulabgängerinnen und Schulabgänger*) von allgemeinbildenden Schulen in Nordrhein-Westfalen am Ende des Schuljahres 2023/24 nach Geschlecht**) und Abgangsart in Prozent | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schulform | Merkmal | ohne Ersten Schul- abschluss | mit Erstem Schul- abschluss1) | mit Fachober- schulreife (Mittlerer Schul- abschluss) | mit Fachhoch- schulreife (schulischer Teil) | mit Abitur (allgemeine Hoch- schulreife) |
| % | % | % | % | % | ||
| Allgemeinbildende Schulen | Zusammen | 7,4 | 15,6 | 35,4 | 4,3 | 37,3 |
| Allgemeinbildende Schulen | Weiblich | 6,0 | 13,0 | 34,9 | 4,3 | 41,8 |
| Allgemeinbildende Schulen | Männlich | 8,9 | 18,1 | 35,9 | 4,3 | 32,9 |
| Anmerkungen: *) Schulabgänge nach Erreichen der Vollzeitschulpflicht und allgemeinbildenden Schulabschlüssen An allgemeinbildenden Schulen wird der höchste bis dahin erworbene Schulabschluss gemeldet, auch wenn dieser nicht im Abgangsjahrgang erworben wurde. Ohne Schüler/-innen, welche die Schule im Laufe des Schuljahres ohne Beendigung des Bildungsganges verlassen haben (z. B. bei Schulabbruch oder Schulwechsel mit einem Überweisungszeugnis). **) Beinhaltet Schüler/-innen mit den Geschlechtern weiblich, männlich, divers und ohne Angabe (im Geburtenregister). Unter weiblich werden die tatsächlich weiblichen Schülerinnen ausgewiesen. 1) inklusive Erweitertem Ersten Schulabschluss | ||||||
Geschlechterunterschiede auch beim Schulabgang ohne ersten Schulabschluss
Während sich bei der Fachoberschul- bzw. Fachhochschulreife kaum Geschlechterunterschiede zeigen, gab es beim Ersten Schulabschluss (ehemals Hauptschulabschluss) mehr männliche Schulabgänger. Durchschnittlich 7,4 % der Schulabgängerinnen und Schulabgänger verließen die allgemeinbildende Schule ohne Ersten Schulabschluss. Dabei betrug der Anteil unter den Schulabgängerinnen 6,0 % und bei den Schulabgängern 8,9 %.
Berufliche Schulen und Weiterbildungskollegs bieten auch allgemeinbildende Schulabschlüsse an
An beruflichen Schulen können neben beruflichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie beruflichen Schulabschlüssen auch allgemeinbildende Schulabschlüsse erlangt werden. So erlangten 26,8 % der 223.565 Schulabgängerinnen und Schulabgänger von beruflichen Schulen einen allgemeinbildenden Schulabschluss. 3,4 % der Schulabgängerinnen und Schulabgänger verließen die berufliche Schule mit einem hier erworbenen Abitur. Auch an Weiterbildungskollegs können allgemeinbildende Schulabschlüsse erreicht werden. Am Ende des Schuljahres 2023/24 verließen 3.125 Schulabgängerinnen und Schulabgänger ein Weiterbildungskolleg und 33,6 % von ihnen mit Abitur. Hierbei ist zu beachten, dass an beruflichen Schulen und Weiterbildungskollegs allgemeinbildende Abschlüsse nur berichtet werden, wenn diese höherwertiger ausfallen als der bisher erworbene Abschluss.
Methodische Hinweise
Aus Datenschutzgründen werden alle Schülerzahlen seit dem Schuljahr 2019/20 auf ein Vielfaches von fünf gerundet ausgewiesen.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir schaffen Mehrwerte für Gesellschaft, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Als Statistisches Landesamt erheben und veröffentlichen wir zuverlässige sowie objektive Daten und begleiten die Digitalisierung in der Landesverwaltung NRW. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)
Ergebnisse für Regierungsbezirke, kreisfreie Städte und Kreise sowie Städte und Gemeinden finden Sie in der Landesdatenbank NRW unter:
(199 / 25) Düsseldorf, den 9. Juli 2025