NRW: Säuglingssterblichkeit im Jahr 2021 auf Vorjahresniveau

Dienstag, 5. Juli 2022

NRW: Säuglingssterblichkeit im Jahr 2021 auf Vorjahresniveau

Die häufigste Todesursache der im ersten Lebensjahr Gestorbenen waren – wie auch schon vor 20 Jahren – Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2021 starben in Nordrhein-Westfalen 581 Säuglinge; das waren fünf mehr als ein Jahr zuvor (2020: 576). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, starben im vergangenen Jahr 267 Mädchen und 314 Jungen in ihrem ersten Lebensjahr; das waren sechs weibliche Säuglinge weniger und elf männliche Säuglinge mehr als ein Jahr zuvor.

Die Säuglingssterblichkeit lag mit 3,3 (je 1 000 Lebendgeborenen) etwa auf dem Niveau des Vorjahres (2020: 3,4). Während die Säuglingssterblichkeit 2021 bei Mädchen mit 3,1 unter dem Vorjahrswert von 3,3 lag, blieb sie bei Jungen mit 3,5 unverändert gegenüber dem Jahr 2020.

Verglichen mit früheren Jahrzehnten liegt die Säuglingssterblichkeit in Nordrhein-Westfalen heutzutage auf einem niedrigeren Niveau: Um das Jahr 1990 war sie etwa doppelt und in den 1970er Jahren sogar etwa sieben Mal so hoch wie im Jahr 2021.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Säuglingssterblichkeit in Nordrhein-Westfalen
Jahr im ersten Lebensjahr Gestorbene
je 1 000 Lebendgeborenen
männlich weiblich
1973 28,07 20,48
1974 26,52 19,74
1975 24,34 18,13
1976 22,42 16,88
1977 18,72 14,48
1978 18,09 14,05
1979 18,46 13,54
1980 17,09 12,37
1981 15,27 11,76
1982 14,20 10,92
1983 12,55 10,26
1984 12,50 9,76
1985 11,49 8,90
1986 11,60 9,04
1987 10,88 7,95
1988 9,99 6,88
1989 9,33 6,99
1990 8,93 6,60
1991 8,51 6,46
1992 7,84 5,99
1993 6,99 5,36
1994 6,29 5,58
1995 6,54 4,98
1996 6,02 4,38
1997 6,19 4,64
1998 5,62 4,51
1999 5,36 4,24
2000 5,25 4,52
2001 5,40 4,54
2002 5,21 4,42
2003 5,45 4,60
2004 5,72 4,30
2005 5,11 3,98
2006 4,81 4,31
2007 5,34 4,31
2008 4,64 3,87
2009 4,39 3,53
2010 4,39 3,99
2011 4,55 3,91
2012 4,06 3,52
2013 4,22 3,41
2014 4,25 3,67
2015 4,18 3,96
2016 4,43 3,77
2017 4,10 3,47
2018 4,03 3,51
2019 3,91 3,48
2020 3,46 3,31
2021 3,49 3,15

Am plötzlichen Kindstod sind laut ausgestellter Todesbescheinigung im Jahr 2020 in Nordrhein-Westfalen 5 Mädchen und 10 Jungen innerhalb des ersten Lebensjahres verstorben (2019: 23 Sterbefälle). 20 Jahre zuvor waren dies noch 164 Säuglinge (2000: 70 Mädchen, 94 Jungen), also knapp elfmal so viele Mädchen und Jungen mit dieser Todesursache gewesen. Damals war der plötzliche Kindstod bei 19,1 Prozent der im ersten Lebensjahr Gestorbenen die Todesursache, 2020 waren es 2,6 Prozent.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Im ersten Lebensjahr Gestorbene in Nordhein-Westfalen
Jahr Todesursache
bestimmte Zustände,
die ihren Ursprung in der
Perinatalzeit haben
angeborene Fehlbildungen,
Deformitäten und
Chromosomenanomalien
plötzlicher Kindstod sonstige
Anteil an allen im ersten Lebensjahr Gestorbenen
2000 45,5 % 26,5 % 19,1 % 9,0 %
2001 49,5 % 25,8 % 16,0 % 8,7 %
2002 48,6 % 27,8 % 16,4 % 7,2 %
2003 45,2 % 27,4 % 16,5 % 11,0 %
2004 47,9 % 23,2 % 15,8 % 13,1 %
2005 45,6 % 24,7 % 15,2 % 14,5 %
2006 50,1 % 24,9 % 14,1 % 10,9 %
2007 51,5 % 24,3 % 11,3 % 12,9 %
2008 45,7 % 25,3 % 9,3 % 19,7 %
2009 46,5 % 28,8 % 7,3 % 17,4 %
2010 51,8 % 25,5 % 6,0 % 16,7 %
2011 47,6 % 23,9 % 3,6 % 24,9 %
2012 51,3 % 28,8 % 4,0 % 15,9 %
2013 45,9 % 31,4 % 5,0 % 17,7 %
2014 54,1 % 28,7 % 2,8 % 14,4 %
2015 49,9 % 25,0 % 3,7 % 21,4 %
2016 50,7 % 29,1 % 4,5 % 15,6 %
2017 54,2 % 25,0 % 6,3 % 14,5 %
2018 54,0 % 27,1 % 3,4 % 15,6 %
2019 51,3 % 25,1 % 3,7 % 20,0 %
2020 51,4 % 32,6 % 2,6 % 13,4 %

Sowohl im Jahr 2020 als auch 20 Jahre zuvor waren „bestimmte Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben” häufigste Todesursache der im ersten Lebensjahr Gestorbenen: 2020 waren sie in 51,4 Prozent dieser Todesfälle von Säuglingen ursächlich (2000: 45,5 Prozent). Zweithäufigste Todesursache waren mit einem Anteil von 32,6 Prozent angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien (2000: 26,5 Prozent). (IT.NRW)

(283 / 22) Düsseldorf, den 5. Juli 2022

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