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Freitag, 13. Juni 2025

NRW: Säuglingssterblichkeit 2024 nahezu auf Vorjahresniveau

  • 529 Säuglingssterbefälle und 685 Totgeborene im Jahr 2024
  • Säuglingssterblichkeit lag bei 3,5 je 1.000 Lebendgeborenen
  • Säuglingssterblichkeit der Mädchen und Jungen hat sich angeglichen
Säuglingssterblichkeit
Totgeburten
Standesämter

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen sind im Jahr 2024 insgesamt 529 Kinder in ihrem ersten Lebensjahr gestorben. Das sind 9 Säuglingssterbefälle weniger als 2023 mit 538 Fällen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Säuglingssterblichkeit im Jahr 2024 bei 3,5 je 1.000 Lebendgeborenen und blieb somit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2000 lag die Säuglingssterblichkeit noch bei 4,9 und sank somit im Langzeitvergleich. Seit dem Jahr 2020 stagniert sie hingegen.

Säuglingssterblichkeit von Jungen und Mädchen gleicht sich an

Die Säuglingssterblichkeit der Jungen lag Anfang der 2000er Jahre noch über der Säuglingssterblichkeit der Mädchen. In den letzten Jahren war zu beobachten, dass sich die Säuglingssterblichkeit von Jungen und Mädchen zunehmend angleicht. Im Jahr 2024, lag diese, wie bereits im Vorjahr, auf einem ähnlichen Niveau (Jungen: 3,4; Mädchen 3,5).

Im ersten Lebensjahr Gestorbene je 1.000 Lebendgeborene in NRW 2000 bis 2024

Regionale Unterschiede bei der Säuglingssterblichkeit

Die landesweit höchste Säuglingssterblichkeit gab es 2024 in Hagen mit 11,3, gefolgt vom Kreis Wesel mit 6,8 sowie der Stadt Gelsenkirchen mit 6,0 im ersten Lebensjahr Gestorbenen je 1 000 Lebendgeborenen. Auf regionaler Ebene unterliegt die Säuglingssterblichkeit aufgrund von geringen Fallzahlen größeren Schwankungen.

Zahl der Totgeborenen sinkt um 4,6 %

Im Jahr 2024 gab es in Nordrhein-Westfalen 685 Totgeborene. Das waren 33 Fälle (–4,6 %) weniger als im Jahr 2023 (damals: 718). Damit gab es im vergangenen Jahr 4,5 Totgeborene auf 1 000 Geburten. Da auch die Zahl der Geburten im Vergleich zum Vorjahr sank, blieb die Quote der Totgeborenen auf einem ähnlichen Niveau (2023: 4,6).

Totgeborene je 1.000 Geborene in Nordrhein-Westfalen 2000 bis 2024

Die meisten Totgeburten je 1.000 Geburten entfielen 2024 auf den Kreis Olpe (10,4) sowie die Stadt Krefeld mit 7,5 und die Städteregion Aachen mit 7,0. (IT.NRW)

Methodische Hinweise

Die Auswertung basiert auf Meldungen der Standesämter, die im Rahmen der Sterbefallstatistik auch Angaben zu Säuglingssterbefällen an die Statistischen Landesämter liefern. 

Die Daten zur Statistik der Geburten stammen aus Meldungen der Standesämter, die Informationen zu Neugeborenen sowie Totgeburten an die Statistischen Landesämter liefern. In dieser Auswertung wurden Säuglinge und Totgeborene berücksichtigt, für die ein Wohnort in NRW gemeldet wurde.

Die Definition der Totgeburt ist in der Personenstandsverordnung §31 geregelt. Eine Totgeburt liegt bei einem tot geborenen Kind vor, wenn das Gewicht des Kindes mindestens 500 Gramm beträgt oder mindestens die 24. Schwangerschaftswoche erreicht wurde.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse der Statistik der Sterbefälle finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Weitere Ergebnisse zur Geburtenstatistik finden Sie ebenfalls in der Landesdatenbank NRW. 

(167/ 25) Düsseldorf, den 13. Juni 2025

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