NRW: Über ein Viertel mehr Wohnungsabgänge im Jahr 2018 als im Vorjahr

Donnerstag, 27. Juni 2019

NRW: Über ein Viertel mehr Wohnungsabgänge im Jahr 2018 als im Vorjahr

Im Jahr 2018 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 7 250 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 27,8 Prozent mehr als im Jahr 2017 (5 672 Wohnungen).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 wurden von den nordrhein-westfälischen Bauämtern 7 250 Wohnungen als sog. Bauabgang (z. B. Abriss oder Umnutzung von Gebäuden) gemeldet, das waren 27,8 Prozent mehr als im Jahr 2017 (5 672 Wohnungen). Gegenüber dem Jahr 2000 (3 413 Wohnungsabgänge) hat sich die Zahl der Wohnungsabgänge mehr als verdoppelt (+112,4 Prozent). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, gab es 2018 die höchste Zahl von Wohnungsabgängen seit dem Jahr 2000. Bei annähernd der Hälfte der Abgänge im Jahr 2018 handelte es sich um Wohnungen in Mehrfamilienhäusern einschließlich Wohnheimen (4 185; +49,0 Prozent gegenüber 2017). Die Zahl der weggefallenen Wohnungen in Ein- oder Zweifamilienhäusern belief sich auf 2 361 (+10,6 Prozent), die der in Wohnheimen belief sich auf 726 (+68,1 Prozent). Für gemischt genutzte Gebäude, die überwiegend nicht Wohnzwecken dienten, wurden 704 Wohnungsabgänge (−3,3 Prozent) gemeldet.

Bezieht man die Zahl der Wohnungsabgänge auf den jeweils aktuellen Wohnungsbestand, dann ergibt sich im Mittel der Jahre 2010 bis 2018 für Nordrhein-Westfalen eine durchschnittliche „Wohnungsabgangsquote” von 6,9 Abgängen je 10 000 bestehenden Wohnungen. Die höchste Wohnungsabgangsquote im Land wies Münster (22,0) auf. Dort wurden in den letzten Jahren verstärkt Studentenwohnheime durch zeitgemäße Neubauten ersetzt. Auf den weiteren Plätzen folgten die Kreise Steinfurt (14,6) und Borken (14,1). Die niedrigsten Quoten errechneten die Statistiker für Solingen (1,9), den Kreis Euskirchen (2,5) und Mönchengladbach (2,8).

In der Statistik der Bauabgänge werden neben Abbrüchen von Gebäuden oder der Zusammenlegung von Wohnungen (z. B. wenn ein Gebäude komplett abgerissen, durch ein neues ersetzt oder umgebaut wird) auch genehmigungspflichtige Nutzungsänderungen (von Wohnen zu Gewerbe und umgekehrt) berücksichtigt. Außerdem fließen schadensbedingte Abgänge (etwa bei Brand, Überschwemmung, Einsturz) sowie bauaufsichtliche Maßnahmen wie Schließungen wegen Einsturzgefahr in die Statistik ein. (IT.NRW)

(160 / 19) Düsseldorf, den 27. Juni 2019

Link zur vorherigen Pressemitteilung: 159 / 19
Link zur nächsten Pressemitteilung: 161 / 19

Footermap Title