NRW: Verbrauch von nicht nachwachsenden Rohstoffen um 2,6 Prozent gesunken

Dienstag, 18. Januar 2022

NRW: Verbrauch von nicht nachwachsenden Rohstoffen um 2,6 Prozent gesunken

Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen mehr als 370 Millionen Tonnen nicht nachwachsende (abiotische) Rohstoffe verbraucht.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 370 Millionen Tonnen 2,6 Prozent abiotische Rohstoffe weniger verbraucht als im Jahr zuvor. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war der Rückgang in NRW damit höher als im Durchschnitt der Bundesländer (−1,6 Prozent). Der abiotische Rohstoffverbrauch umfasst die nicht nachwachsenden Rohstoffe und Energieträger (Kohle, Öl, Gas) und mineralische Rohstoffe (Erze, Steine, Erden).

  • Tabellarische Daten der Grafik
Rohstoffverbrauch*), Rohstoffproduktivität und Bruttoinlandsprodukt**) in Nordrhein-Westfalen
Jahr Rohstoffverbrauch Rohstoffproduktivität Bruttoinlandsprodukt
(preisbereinigt, verkettet)
Index 1994 = 100
1994 100,0 100,0 100,0
1995 96,5 104,9 101,2
1996 95,3 106,1 101,2
1997 94,5 109,2 103,2
1998 96,7 108,9 105,3
1999 96,8 109,9 106,4
2000 95,7 113,6 108,8
2001 92,7 118,7 110,1
2002 99,0 111,4 110,3
2003 99,4 109,5 108,8
2004 104,3 105,7 110,3
2005 101,4 109,1 110,7
2006 102,4 111,2 113,9
2007 104,5 112,9 117,9
2008 102,8 116,1 119,3
2009 87,5 129,0 112,8
2010 93,4 123,7 115,6
2011 97,9 121,5 118,9
2012 95,2 124,4 118,4
2013 96,7 122,7 118,6
2014 96,7 125,1 121,0
2015 95,7 128,3 122,7
2016 94,1 132,0 124,2
2017 98,6 129,1 127,3
2018 99,8 129,5 129,3
2019 97,2 133,2 129,5
*) abiotischer Rohstoffverbrauch (einschl. Saldo des Intrahandels)
**) Berechnungsstände: August 2020/Februar 2021

Das Verhältnis des Bruttoinlandsproduktes zum abiotischen Rohstoffverbrauch – die sog. Rohstoffproduktivität – ist ein zentraler Indikator für die Effizienz im Umgang mit Ressourcen. In Nordrhein-Westfalen konnte im Zeitraum von 1994 bis 2019 bei gesunkenem Rohstoffverbrauch die Rohstoffproduktivität – trotz ressourcenintensiver Industrie – um ein Drittel gesteigert werden. Im selben Zeitraum ist das Bruttoinlandsprodukt um 29,5 Prozent gestiegen. Da der Rohstoffverbrauch im selben Zeitraum nahezu unverändert geblieben ist, hat in Nordrhein-Westfalen eine Entkopplung der wirtschaftlichen Leistung vom Rohstoffverbrauch stattgefunden.

Diese und weitere interessante Ergebnisse zur Umweltbeanspruchung in NRW und den anderen Bundesländern stehen auf der Internetseite des Arbeitskreises „Umweltökonomische Gesamtrechnungen der Länder” und im interaktiven Dashboard zur Verfügung. Das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen stellt in dieser Woche ausgewählte Ergebnisse im Zusammenhang mit den EU-Klimazielen bereit. Die Lage im bevölkerungsreichsten Bundesland hinsichtlich der im „Green Deal” genannten Ziele lässt sich anhand von Statistiken aus den Bereichen Klima, Energie, Landwirtschaft, Industrie, Verkehr und Umwelt abbilden.

Ausgewählte Ergebnisse im Zusammenhang mit den EU-Klimazielen übersichtlich zusammengestellt. (IT.NRW)

(14 / 22) Düsseldorf, den 18. Januar 2022

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