NRW: Verdienste im öffentlichen Dienst um 4,7 Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

Freitag, 22. Juni 2018

NRW: Verdienste im öffentlichen Dienst um 4,7 Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft

In Nordrhein-Westfalen lagen die durchschnittlichen Bruttoverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes (Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung) im Jahr 2017 bei 48 533 Euro.

Düsseldorf (IT.NRW). In Nordrhein-Westfalen lagen die durchschnittlichen Bruttoverdienste der Vollzeitbeschäftigten im Kernbereich des öffentlichen Dienstes (Öffentliche Verwaltung, Verteidigung; Sozialversicherung) im Jahr 2017 bei 48 533 Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes anlässlich des internationalen Tages des Öffentlichen Dienstes (23. Juni 2018) mitteilt, waren die Löhne und Gehälter der öffentlich Bediensteten damit um 4,7 Prozent niedriger als in der Privatwirtschaft (50 949 Euro). Die bezahlte Wochenarbeitszeit war im öffentlichen Dienst mit 40,0 Wochenstunden dagegen über eine Stunde länger als in der freien Wirtschaft (38,9).

Bezahlte Wochenarbeitszeiten und Bruttoverdienste in NRW im Jahr 2017
Arbeitnehmergruppen Ausgewählte Wirtschaftsabschnitte (WZ1) 2008)
öffentliche Verwaltung, Verteidi-
gung, Sozialversicherung
Privatwirtschaft
Anteil Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
Anteil Bezahlte
Wochen-
arbeitszeit
in Stunden
Jahres-
verdienst
in Euro2)
1) Klassifikation der Wirtschaftszweige
2) brutto (einschl. Sonderzahlungen) Quelle: Vierteljährliche Verdiensterhebung
Vollzeitbeschäftigte insgesamt 100 % 40,0 48 533 100 % 38,9 50 949
in leitender Stellung 9,8 % 40,2 75 145 10,6 % 39,0 106 315
herausgehobene Fachkräfte 44,2 % 39,9 52 794 21,5 % 39,0 63 278
Fachkräfte 40,3 % 40,0 39 750 45,9 % 39,0 41 771
Angelernte 4,9 % 40,1 32 749 15,5 % 39,0 33 480
Ungelernte 0,8 % 40,4 28 557 6,5 % 38,0 26 644

Bei den Vollzeitbeschäftigten unterschieden sich die Verdienste im öffentlichen Dienst von denen in der Privatwirtschaft insbesondere bei den herausgehobenen Fachkräften (–17 Prozent) und den Beschäftigten in leitender Stellung (–29 Prozent). Bei Fachkräften (–5,0 Prozent), Angelernten (–2,0 Prozent) und Ungelernten (+7,0 Prozent) waren die Unterschiede dagegen geringer.

Die Statistiker weisen darauf hin, dass aufgrund der Besonderheiten bei der Beamtenbesoldung (Beamte müssen z. B. keine Beiträge zur Sozialversicherung entrichten) die Unterschiede bei den Nettoverdiensten vermutlich v. a. bei Führungskräften geringer sein dürften. Im Rahmen der Verdiensterhebungen werden aber ausschließlich Brutto- und keine Nettoverdienste erfragt. (IT.NRW)

(176 / 18) Düsseldorf, den 22. Juni 2018

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