NRW: Verluste der 2009 eröffneten und bis 2013 beendeten Insolvenzverfahren belaufen sich auf 4,6 Milliarden Euro

Dienstag, 24. Mai 2016

NRW: Verluste der 2009 eröffneten und bis 2013 beendeten Insolvenzverfahren belaufen sich auf 4,6 Milliarden Euro

Bis zum 31. Dezember 2013 wurden von den 34 044 im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren 27 935 Verfahren beendet.

Düsseldorf (IT.NRW). Bis zum 31. Dezember 2013 wurden von den 34 044 im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren 27 935 Verfahren beendet. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, entspricht das einer Beendigungsquote von 82,1 Prozent. Bei den 23 831 im Jahr 2009 eröffneten Verbraucherinsolvenzen wurden neun von zehn Verfahren (21 369) bis Ende 2013 abgeschlossen. Bei den 8 405 eröffneten Unternehmensinsolvenzen fiel dieser Anteil mit sechs von zehn Verfahren (5 146) niedriger aus.

Die Verluste aus den bis 2013 beendeten Insolvenzverfahren beliefen sich auf 4,6 Milliarden Euro. Bei nahezu einem Viertel (24,7 Prozent) aller im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren handelte es sich um Unternehmensinsolvenzen; ihr Anteil an den Verlusten lag bei 77,5 Prozent (3,6 Milliarden Euro). Auf die Verbraucherinsolvenzen entfielen 18,8 Prozent der Verluste (0,8 Milliarden Euro); ihr Anteil an den im Jahr 2009 eröffneten Insolvenzverfahren betrug 70 Prozent.

Die Deckungsquote im engeren Sinn (Betrag, der zur Verteilung an die Gläubiger zur Verfügung steht, bezogen auf die quotenberechtigten Forderungen) lag für die 2009 eröffneten und bis Ende 2013 beendeten Insolvenzverfahren bei 1,5 Prozent. Die Deckungsquote im weiteren Sinn (Summe aus dem zur Verteilung an die Gläubiger verfügbaren Betrag und den befriedigten Absonderungsrechten, bezogen auf die quotenberechtigten Forderungen) betrug 2,5 Prozent. Bei den Verbraucherinsolvenzen fielen die Quoten mit 1,8 Prozent bzw. 3,1 Prozent etwas höher als bei den Unternehmensinsolvenzen mit 1,4 Prozent bzw. 2,3 Prozent.

Eine Restschuldbefreiung wurde bei 90,6 Prozent der Insolvenzverfahren angekündigt. Sie ermöglicht es natürlichen Personen, nach einer Wohlverhaltensphase schuldenfrei zu werden. Auf die Verfahren mit Restschuldbefreiung entfiel mit 1,5 Milliarden Euro etwa ein Drittel der Verluste.

Von den 5 146 im Jahr 2009 eröffneten und bis Ende 2013 beendeten Unternehmensinsolvenzverfahren konnten 142 (2,8 Prozent) mit einer Sanierung des Unternehmens abgeschlossen werden. Dadurch wurden 28 158 Arbeitsplätze gesichert. (IT.NRW)

(130 / 16) Düsseldorf, den 24. Mai 2016

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