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Freitag, 9. Januar 2026

NRW: Warenverkehr mit Mercosur-Staaten bei rund 4,3 Mrd. Euro

  • Anteil am NRW-Handelsvolumen insgesamt bei 1 %.
  • Wichtigste Exportgüter waren Chemische Erzeugnisse und Maschinen; bei den Importen dominierten Erze sowie mineralische Brennstoffe.
  • Brasilien mit Abstand wichtigster Handelspartner.

Düsseldorf (IT.NRW). Das gesamte Handelsvolumen der nordrhein-westfälischen Wirtschaft mit den Mercosur-Staaten lag im Jahr 2024 bei rund 4,3 Milliarden Euro. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der geplanten Unterzeichnung des Freihandelsabkommens zwischen der EU und vier der Mercosur-Staaten mitteilt, wurden in diesem Zeitraum Waren im Wert von rund 2,44 Milliarden Euro in die Staatengruppe exportiert. Importiert wurden Waren im Wert von 1,83 Milliarden Euro. Damit machte der Handel mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay 2024 weniger als 1 % des nordrhein-westfälischen Außenhandels aus. Dieser Anteil ist in der Vergangenheit auch relativ stabil gewesen. Wie sich die Handelssummen zukünftig, nach dem Abschluss des Mercosur-Abkommens mit der EU, ändern, bleibt abzuwarten.

Brasilien ist mit Abstand wichtigster Handelspartner

Der mit Abstand größte Handelspartner für NRW innerhalb der Mercosur-Gruppe war im Jahr 2024 Brasilien. Das gesamte Handelsvolumen (Exporte und Importe) mit Brasilien lag bei rund 3,6 Milliarden Euro. Damit entfielen knapp 84 % des gesamten Handelsvolumens zwischen NRW und der Staatengruppe auf dieses Land. Mit deutlichem Abstand folgten Argentinien (Gesamtvolumen: 520,0 Millionen Euro), Uruguay (136,0 Millionen Euro) und Paraguay (33,1 Millionen Euro).

Maschinen und chemische Erzeugnisse führen bei den Exporten

Den größten Wert bei den Exporten aus NRW in die Mercosur-Staaten hatten im Jahr 2024 Maschinen, Apparate und medizinische Geräte mit 599,9 Millionen Euro. An zweiter Stelle standen organische chemische Erzeugnisse mit einem Exportwert von 531,2 Millionen Euro. Dahinter folgten Kunststoffe und Waren daraus (191,2 Millionen Euro), Kraftfahrzeuge (176,2 Millionen Euro) sowie pharmazeutische Erzeugnisse (120,9 Millionen Euro).

Bei Importen dominieren Erze sowie mineralische Brennstoffe

Aus den Mercosur-Staaten wurden 2024 hauptsächlich Erze nach NRW importiert; der Wert dieser Einfuhren lag bei 336,4 Millionen Euro. An zweiter Stelle der wichtigsten Importgüter standen Mineralische Brennstoffe mit einem Wert von 212,6 Millionen Euro. Auf den weiteren Plätzen folgten Zubereitungen von Gemüse und Früchten (143,6 Millionen Euro), Kaffee, Tee, Mate und Gewürze (126,8 Millionen Euro) sowie Fleisch (107,2 Millionen Euro).

Hinweise zur Statistik

Die Ergebnisse basieren auf der Außenhandelsstatistik. Für diese Statistik melden Unternehmen in Nordrhein-Westfalen monatlich ihre grenzüberschreitenden Warenverkehre. Die Erhebung liefert umfassende Daten zum Handel mit dem Ausland. Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. Als Mercosur-Staaten werden hier Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay zusammengefasst. Die Daten sind auf die jeweiligen Endwerte gerundet.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Weitere Ergebnisse zum Außenhandel finden Sie in der Landesdatenbank NRW.

Bitte beachten Sie auch unsere Pressemitteilung „NRW: Handelsverkehr mit Venezuela seit 10 Jahren stark rückläufig”.

(008 / 26) Düsseldorf, den 9. Januar 2026

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