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Freitag, 4. April 2025

NRW: Zahl der Azubis im dualen System weiter rückläufig

Nach vorläufigen Ergebnissen gab es 2024 knapp ein Prozent weniger Auszubildende als im Vorjahr.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2024 machten 272 163 Personen in Nordrhein-Westfalen eine Ausbildung im dualen System. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, ging die Zahl der Azubis damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent zurück. Im Zehnjahresvergleich sank die Zahl der Auszubildenden im dualen System um 10,4 Prozent: Im Jahr 2015 hatte es noch 303 681 Azubis in NRW gegeben.

Auszubildende im dualen System in Nordrhein-Westfalen jeweils am 31.12.

Rückgang auch bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen

Auch die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in NRW ging im Jahr 2024 zurück. Von den 272 163 Auszubildenden im dualen System haben 104 925 einen Ausbildungsvertrag neu abgeschlossen. Seit Beginn der Erhebung der Berufsbildungsstatistik in den 1970er Jahren war dies der zweitniedrigste Wert der Neuabschlüsse in NRW nach 2020, dem Jahr des Beginns der Corona-Pandemie. Im Jahr 2020 hatten 103 188 Azubis eine duale Ausbildung begonnen.

Zahl der Neuabschlüsse von weiblichen Azubis nimmt leicht zu

Von den 104 925 neuen Ausbildungsverträgen im Jahr 2024 wurden 67 779 von Männern abgeschlossen und 37 146 von Frauen. Damit lag der Anteil der Männer an den neuen Azubis bei 64,6 Prozent. Die Zahl der männlichen Auszubildenden mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag ist im Vergleich zu 2023 um 2,0 Prozent gesunken; damals wurden 69 138 neue Ausbildungsverträge von Männern abgeschlossen. Dagegen stieg die Zahl der weiblichen Ausbildungsanfängerinnen von 36 957 im Jahr 2023 auf 37 146 Neuabschlüsse in 2024, was einem Plus von 0,5 Prozent entspricht.

Mehr Neuabschlüsse in den Bereichen Freie Berufe, Öffentlicher Dienst und Handwerk

Bei den freien Berufen, zu denen z. B. medizinische Fachangestellte sowie Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte zählen, stieg die Zahl der neuen Azubis 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent auf 11 073. Auch in den Ausbildungsbereichen Öffentlicher Dienst und Handwerk war ein Anstieg der Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 1,9 beziehungsweise 0,9 Prozent zu verzeichnen. Dagegen wurden in den Ausbildungsbereichen Industrie, Handel u. a. und Landwirtschaft jeweils 3,1 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge abgeschlossen als 2023. Im Bereich Sonstige, zu dem Hauswirtschaftsberufe gehören, gab es ebenfalls einen Rückgang der Neuabschlüsse von 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Auszubildende mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag in NRW jeweils am 31.12. nach Ausbildungsbereichen*)
AusbildungsbereichAuszubildendeVeränderung in %
20232024**)
Industrie, Handel u. a.62 11560 171−3,1
Handwerk27 81328 077+0,9
Landwirtschaft2 2952 223−3,1
Öffentlicher Dienst3 0633 120+1,9
Freie Berufe10 54211 073+5,1
Sonstige273258−4,8
Insgesamt106 095104 925−1,1
*) Aus Datenschutzgründen sind alle Werte auf ein Vielfaches von 3 gerundet.
**) vorläufige Ergebnisse

Die Zahlen der Berufsbildungsstatistik zum 31.12.2024 sind vorläufig und können von den – voraussichtlich Mitte Juni vorliegenden – endgültigen (regional verfügbaren) Ergebnissen abweichen, da sie teilweise aus Vorjahresdaten geschätzt und noch nicht vollständig plausibilisiert wurden. Alle Daten wurden aus Gründen der Geheimhaltung auf ein Vielfaches von drei gerundet. (IT.NRW)

(094 / 25) Düsseldorf, den 4. April 2025

Zusätzliche Daten zur Entwicklung der Zahl der Schülerinnen und Schüler finden Sie im Themenschwerpunkt „Schulen in NRW“.

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