NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2015 um 160 Prozent gestiegen

Mittwoch, 13. Juli 2016

NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2015 um 160 Prozent gestiegen

Ende 2015 erhielten in Nordrhein-Westfalen 224 029 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2015 erhielten in Nordrhein-Westfalen 224 108 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 137 750 Personen oder 159,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

87,5 Prozent der Empfänger erhielten im vergangenen Jahr Zuweisungen in Form von Wertgutscheinen, Geld- oder Sachleistungen; 12,5 Prozent bekamen Hilfe zum Lebensunterhalt. 44 875 Menschen erhielten neben Regelleistungen zusätzlich besondere Unterstützungen (z. B. Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt).

69,2 Prozent der Regelleistungsempfänger waren im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren, bei 30,1 Prozent handelte es sich um Kinder und Jugendliche (ohne unbegleitet eingereiste Minderjährige aus dem Ausland). Nahezu zwei Drittel (64,8 Prozent) der Empfänger waren männlich. Die Empfänger verteilten sich auf insgesamt 129 593 Haushalte; 76 635 Haushalte (59,1 Prozent) waren in Gemeinschaftsunterkünften, 33 437 (25,8 Prozent) dezentral (d. h. Unterbringung erfolgt in angemieteten Wohnungen) und 19 521 (15,1 Prozent) in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.

Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beliefen sich in NRW im Jahr 2015 auf rund 1,22 Milliarden Euro; das waren 669 Millionen Euro (+121 Prozent) mehr als 2014. Nach Abzug der Einnahmen (z. B. übergeleitete Unterhaltsansprüche, Leistungen von Sozialleistungsträgern) verblieben Nettoausgaben in Höhe von 1,21 Milliarden Euro. (IT.NRW)

(181 / 16) Düsseldorf, den 13. Juli 2016

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