NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2019 um 11,3 Prozent gesunken

Freitag, 26. Juni 2020

NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen im Jahr 2019 um 11,3 Prozent gesunken

2019 erhielten in Nordrhein-Westfalen 87 355 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

Düsseldorf (IT.NRW). 2019 erhielten in Nordrhein-Westfalen 87 355 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 11 125 Personen bzw. 11,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die meisten Regelleistungsempfänger/-innen in NRW stammten 2019 aus Asien (54,9 Prozent). Personen aus dem Irak (12,3 Prozent), aus Afghanistan (7,9 Prozent) und aus Nigeria (5,9 Prozent) hatten die höchsten Anteile. Rund ein Viertel der Empfänger/-innen kamen aus einem europäischen Staat außerhalb der Europäischen Union. Personen mit serbischer (5,1 Prozent) und russischer (4,0 Prozent) Staatsangehörigkeit waren dabei am häufigsten vertreten.

62,4 Prozent der Regelleistungsempfänger waren im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren. Bei 36,6 Prozent handelte es sich um Kinder und Jugendliche (ohne unbegleitet eingereiste Minderjährige aus dem Ausland) und bei 1,0 Prozent um 65-Jährige und ältere. Wie in den Jahren zuvor bezogen überwiegend Männer Regelleistungen (60,2 Prozent).

Die Empfänger/-innen verteilten sich auf insgesamt 47 612 Haushalte; 22 670 Haushalte (47,6 Prozent) waren in Gemeinschaftsunterkünften, 19 983 (42,0 Prozent) dezentral (d. h. Unterbringung in angemieteten Wohnungen) und 4 959 (10,4 Prozent) in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.

Die Bruttoausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz beliefen sich in NRW im Jahr 2019 auf rund 844 Millionen Euro; das waren 65 Millionen Euro weniger (−7,2 Prozent) als im Jahr 2018. Nach Abzug der Einnahmen (z. B. übergeleitete Unterhaltsansprüche, Leistungen von Sozialleistungsträgern) verblieben Nettoausgaben in Höhe von 800 Millionen Euro. (IT.NRW)

(185 / 20) Düsseldorf, den 26. Juni 2020

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