NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 36 Prozent gesunken

Freitag, 13. Juli 2018

NRW: Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 36 Prozent gesunken

Ende 2017 erhielten in Nordrhein-Westfalen 122 445 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG).

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2017 erhielten in Nordrhein-Westfalen 122 445 Personen Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs (sog. Regelleistungen) nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als amtliche Statistikstelle des Landes mitteilt, waren das 68 871 Personen bzw. 36,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die meisten Regelleistungsempfänger/-innen in NRW stammten 2017 aus Asien (54,7 Prozent). Die größte Gruppe an allen Empfängern bildeten dabei Personen aus Afghanistan (10,7 Prozent), gefolgt von Personen aus dem Irak (10,3 Prozent) und aus Syrien (6,8 Prozent). Knapp ein Viertel der Empfänger kamen aus einem europäischen Staat außerhalb der Europäischen Union. Personen mit serbischer (5,5 Prozent) und albanischer (4,5 Prozent) Staatsangehörigkeit waren darunter am häufigsten vertreten.

66,6 Prozent der Regelleistungsempfänger waren im erwerbsfähigen Alter von 18 bis 64 Jahren. Bei 32,5 Prozent handelte es sich um Kinder und Jugendliche (ohne unbegleitet eingereiste Minderjährige aus dem Ausland). Wie in den Jahren zuvor bezogen überwiegend Männer Regelleistungen (63,9 Prozent).

Die Empfänger/-innen verteilten sich auf insgesamt 73 949 Haushalte; 36 520 Haushalte (49,4 Prozent) waren in Gemeinschaftsunterkünften, 22 024 (29,8 Prozent) dezentral (d. h. Unterbringung erfolgt in angemieteten Wohnungen) und 15 405 (20,8 Prozent) in Aufnahmeeinrichtungen untergebracht.

(201 / 18) Düsseldorf, den 13. Juli 2018

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