NRW: Zahl der Hepatitis-Patienten in Krankenhäusern um 20,8 Prozent gesunken

Mittwoch, 27. Juli 2022

NRW: Zahl der Hepatitis-Patienten in Krankenhäusern um 20,8 Prozent gesunken

Nahezu zwei Drittel (63,6 Prozent) der im Jahr 2020 stationär aufgrund von Virushepatitis-Behandelten waren Männer.

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2020 wurden 685 Patientinnen und Patienten mit Wohnort Nordrhein-Westfalen aufgrund einer Virushepatitis stationär in Krankenhäusern behandelt. Das waren 20,8 Prozent weniger als 2019 (damals: 865 Fälle) und sogar 48,3 Prozent weniger als noch zehn Jahre zuvor (2010: 1 325 Fälle). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Welt-Hepatitis-Tages (28. Juli 2022) mitteilt, war gut ein Drittel der im Jahr 2020 mit dieser Diagnose Behandelten zwischen 40 und 60 Jahre alt. 36,6 Prozent aller an einer Virushepatitis behandelten Patienten gehörten dieser Altersgruppe an. 63,6 Prozent aller behandelten Personen mit Virushepatitis waren männlich.

  • Tabellarische Daten der Grafik
Mit der Diagnose Hepatitis stationär Behandelte*)
Jahr Insgesamt davon
Männer Frauen
2010 1 325 787 538
2011 1 247 717 530
2012 1 193 664 529
2013 1 052 623 429
2014 865 508 357
2015 929 591 338
2016 902 567 335
2017 1 037 679 358
2018 985 607 378
2019 865 522 343
2020 685 436 249
*) mit Wohnort in NRW

78,0 Prozent und damit nahezu vier Fünftel der Hepatitis-Patienten hatten 2020 eine akute Erkrankung (534 Fälle), ein Fünftel (20 Prozent) war chronisch erkrankt (137 Fälle) und 14 (2,0 Prozent) Patienten hatten eine nicht näher bezeichnete Virushepatitis.

Bezogen auf die Einwohnerzahl kamen im Jahr 2020 im Landesdurchschnitt rein rechnerisch 3,8 aufgrund einer Virushepatitis stationär behandelte Patientinnen und Patienten auf jeweils 100 000 Einwohner. Regional betrachtet gab es die höchsten Werte in den Kreisen Siegen-Wittgenstein (8,7), Höxter (7,9) und in Hamm mit 7,8 Fällen je 100 000 Einwohner. Die niedrigsten Anteile ermittelte das Statistische Landesamt für den Kreis Wesel (1,5), den Rhein-Erft-Kreis (1,7) und den Kreis Kleve (1,9 je 100 000 Einwohner).

IT.NRW als Statistisches Landesamt erhebt und veröffentlicht zuverlässige und objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für eine informierte demokratische Gesellschaft leisten. Nur auf Basis aussagekräftiger statistischer Daten können Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft getroffen werden. (IT.NRW)

(321 / 22) Düsseldorf, den 27. Juli 2022

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